Tod, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tod(e)s · Nominativ Plural: Tode · wird meist im Singular verwendet
Nebenform dichterisch Tod · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tod(e)s · Nominativ Plural: Tode
Aussprache
Wortbildung mit ›Tod‹ als Erstglied: ↗Todbringer · ↗Todesangst · ↗Todesanzeige · ↗Todesart · ↗Todesbescheinigung · ↗Todesblick · ↗Todesdrohung · ↗Todesengel · ↗Todeserklärung · ↗Todeserwartung · ↗Todesfall · ↗Todesfolge · ↗Todesfurcht · ↗Todesgefahr · ↗Todesgewissheit · ↗Todesjahr · ↗Todeskampf · ↗Todeskandidat · ↗Todeskommando · ↗Todeskrankheit · ↗Todeskreuz · ↗Todeslager · ↗Todeslos · ↗Todesmut · ↗Todesmüdigkeit · ↗Todesnachricht · ↗Todesnot · ↗Todesnähe · ↗Todesopfer · ↗Todespein · ↗Todesqual · ↗Todesrate · ↗Todessalto · ↗Todesschlaf · ↗Todesschreck · ↗Todesschrecken · ↗Todesschrei · ↗Todesschuss · ↗Todesschwadron · ↗Todesschweiß · ↗Todessehnsucht · ↗Todesstarre · ↗Todesstern · ↗Todesstille · ↗Todesstoß · ↗Todesstrafe · ↗Todesstreich · ↗Todesstunde · ↗Todestag · ↗Todestrieb · ↗Todesumstand · ↗Todesursache · ↗Todesurteil · ↗Todesverachtung · ↗Todeswunde · ↗Todeszelle · ↗Todfeind · ↗Todsünde · ↗todbereit · ↗todblass · ↗todbringend · ↗todesbereit · ↗todesblass · ↗todesfahl · ↗todesgewiss · ↗todesmatt · ↗todesmutig · ↗todesverachtend · ↗todesverächtlich · ↗todeswürdig · ↗todfahl · ↗todfeind · ↗todgeweiht · ↗todkrank · ↗todmatt · ↗todschwach · ↗todsterbenskrank · ↗todwund
 ·  mit ›Tod‹ als Letztglied: ↗Atomtod · ↗Badetod · ↗Bolustod · ↗Erstickungstod · ↗Feuertod · ↗Flammentod · ↗Freitod · ↗Gastod · ↗Gewebetod · ↗Gewebstod · ↗Heldentod · ↗Herztod · ↗Hungertod · ↗Kindertod · ↗Kindestod · ↗Kindstod · ↗Krebstod · ↗Kreuzestod · ↗Kältetod · ↗Liebestod · ↗Martertod · ↗Massentod · ↗Märtyrertod · ↗Nahtod · ↗Opfertod · ↗Pensionierungstod · ↗Scheintod · ↗Seemannstod · ↗Sekundentod · ↗Soldatentod · ↗Strahlentod · ↗Stromtod · ↗Unfalltod · ↗Verkehrstod · ↗Wärmetod · ↗Zechentod · ↗Zelltod
 ·  mit ›Tod‹ als Grundform: ↗tod-
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
das Aufhören aller Lebensfunktionen bei einem Lebewesen, das Sterben
Gegenwort zu Leben
Beispiele:
ein ruhiger, schmerzloser, schöner Tod
ein früher, unerwarteter, plötzlicher, schneller Tod
ein langsamer, schrecklicher, qualvoller, bitterer, grauenvoller Tod
der klinische, biologische Tod
einen leichten, sanften, schweren Tod haben, sterben
eines (un)natürlichen, gewaltsamen Todes sterben
der schwarze Tod (= Pest)
der weiße Tod (= Tod in Schnee und Eis)
der nasse Tod (= Tod durch Ertrinken)
der Tod ist durch Erfrieren, Ertrinken, als Folge völliger Entkräftung, auf Grund der Altersschwäche eingetreten
der Tod auf dem Schlachtfeld
der Tod am Galgen, auf dem Schafott, durch Erschießen
der Tod des Schwerverletzten trat kurze Zeit nach dem Unfall, um 16 Uhr ein
der Tod eines Familienangehörigen, des Freundes
das Grauen, die Nähe des Todes
gehoben die Majestät des Todes
die Schrecken des Todes
gehoben an, auf der Schwelle des Todes
den Tod fürchten, scheuen, herbeisehnen, herbeiwünschen
jmds. Tod beklagen, betrauern
sie fand bei einem Unglück den Tod
den Tod in den Wellen finden (= ertrinken)
an jmds. Tod (nicht) schuld sein
auf den Tod krank, verwundet sein (= lebensgefährlich krank, verwundet sein)
er hat sich auf den Tod erkältet
er liegt auf den Tod darnieder
ein Kampf auf Leben und Tod
jmdm. bis in den Tod, bis zum Tode die Treue halten
für seine Überzeugung, für jmdn., freiwillig in den Tod gehen
jmdn. in den Tod treiben
bei diesem Leiden muss man mit dem Tode rechnen
er hat seine Fahrlässigkeit, seinen Leicht sinn mit dem Tode bezahlt
nach dem Tod seiner Frau zog er in eine andere Stadt
jmdn. über den Tod hinaus ehren, lieben
über jmds. Tod untröstlich sein, nicht hinwegkommen können
jmdn. vom Tode erretten, vor dem Tod bewahren
Angst vor dem Tod
kurz vor seinem Tod
(sich) zu Tode stürzen
ein Tier zu Tode hetzen, prügeln, quälen
jmdn. zum Tode verurteilen
diese Krankheit führte bei ihm zum Tode
sprichwörtlich gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen (= gibt es kein Mittel)
dichterisch von den Toden, die da gestorben worden waren [BöllBillard19]
bildlich Ende eines Vorgangs, Zustands
Beispiel:
Misstrauen ist der Tod aller Freundschaft
übertragen
Beispiele:
zu Tode (= aufs Äußerste, sehr stark, heftig) erschrocken, betrübt sein
salopp sich zu Tode arbeiten, schuften, ärgern
umgangssprachlich sie hat sich an diesem Abend zu Tode (= sehr) gelangweilt
salopp, übertrieben jmdn., etw. auf, für in den Tod (= absolut) nicht leiden, ausstehen können
2.
symbolische Gestalt, die 1 darstellt
Beispiele:
der unerbittliche, grimmige Tod
der Tod als Gerippe
gehoben, verhüllend der Tod als Sensenmann
dichterisch der Tod mit Stundenglas und Hippe
der Tod mit der Sense
veraltend der Schnitter Tod
der Tod kommt, ruft (jmdn.), winkt (jmdm.), klopft (bei jmdm.) an, steht vor der Tür, holt jmdn., lauert (auf jmdn.)
während einer Reise wurde sie vom Tode überrascht
gehoben der Tod schickte seine Boten, stand am Bett des Kranken, nahm dem Dichter die Feder aus der Hand
gehoben im Kriege hielt der Tod reiche Ernte
verhüllend er ist ein Kind, ein Mann des Todes (= er muss sterben, ihm ist der Tod bestimmt)
dem Tode entrinnen, entkommen, trotzen
umgangssprachlich, scherzhaft dem Tode ein Schnippchen schlagen, von der Schaufel, Schippe springen, hopsen
dem Tod ins Auge sehen (= in Todesgefahr sein)
mit dem Tode ringen (= dem Sterben nahe sein)
mit dem Tode spielen (= sein Leben waghalsig aufs Spiel setzen)
er sieht aus wie der leibhaftige Tod, ist bleich, blass wie der Tod
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tod · tödlich · Todfeind · todkrank · Todsünde · Todesangst · Todesstrafe · todmüde
Tod m. ‘das Sterben, das Aufhören aller Lebensvorgänge’, ahd. tōd (8. Jh.), mhd. tōt (Genitiv tōdes) ‘Tod, das Sterben, Toter, Leichnam’, asächs. dōð, mnd. dōt, mnl. doot, nl. dood, aengl. dēaþ, engl. death, anord. dauðr, schwed. död, got. dauþus, germ. *dauþu-, mit dem Suffix ie. -tu- gebildetes Abstraktum zu den unter ↗tot (s. d.) angeführten Verben für ‘sterben’. tödlich Adj. ‘den Tod herbeiführend’, ahd. tōdlīh (8. Jh.), mhd. tōtlich, tœtlich, mnd. dȫtlīk, mnl. dootlijc, dootlike, nl. dodelijk, aengl. dēadlic, engl. deadly. Todfeind m. ‘unversöhnlicher Gegner’, mhd. tōtvī(e)nt. todkrank Adj. ‘sterbenskrank, so krank, daß Todesgefahr besteht’ (Mitte 16. Jh.). Todsünde f. nach der katholischen Moral ‘Sünde, die den Verlust des Gnadenstandes nach sich zieht’, allgemein ‘schwere Sünde, schweres Vergehen’, mhd. tōtsünde. Todesangst f. ‘Angst vor dem Tod, sehr große Angst’ (1. Hälfte 17. Jh.). Todesstrafe f. (16. Jh.). todmüde Adj. ‘sehr, äußerst müde’ (Anfang 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ableben · ↗Abschied · ↗Exitus · Hinscheiden · ↗Lebensende · ↗Sterben · Versterben  ●  (jemandes) Tod  Hauptform · ↗Abberufung  verhüllend, fig. · ↗Heimgang  religiös · ↗Hinschied  schweiz. · ↗Sterbefall  fachspr., Amtsdeutsch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Plötzlicher Herztod · ↗Sekundentod
  • Bolustod  ●  Bockwurstbudentod  ugs. · Minutentod  ugs. · Schlucktod  ugs.
  • (der) fröhliche, lachende Tod · Safranvergiftung
Assoziationen
  • (die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · ↗gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
  • Gedenkrede · ↗Nachrede · ↗Nachruf · ↗Nekrolog  ●  posthume Ehrung  geh. · posthume Würdigung  geh.
  • Todeskandidat · Todgeweihter  ●  Sterbende  weibl. · Sterbender  männl. · Moribundus  geh.
  • Begräbnisplatz · ↗Grabfeld · ↗Gräberfeld · ↗Totenacker  ●  ↗Friedhof  Hauptform · ↗Gottesacker  veraltet · ↗Kirchhof  veraltet · Leichenhof  veraltet
  • Krippentod · plötzlicher Kindstod · plötzlicher Säuglingstod
  • Hospiz · ↗Sterbehaus · ↗Sterbeklinik
  • Märtyrer
  • nach dem Tode · ↗posthum · ↗postum
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · ↗tot · tot und begraben (Verstärkung) · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · ↗mausetot  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · ↗Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.
  • Kreislaufstillstand · klinischer Tod
  • Ehrentafel · ↗Gedenktafel · ↗Grabinschrift  ●  ↗Epitaph  geh. · Epitaphium  geh.
  • nach dem Tod  ●  ↗post mortem  lat. · ↗postmortal  fachspr.
  • Ehrengrabmal · ↗Ehrenmal · ↗Scheingrab  ●  ↗Kenotaph  geh., griechisch · ↗Zenotaph  geh., griechisch
  • Endstadium · letztes Stadium
  • Todeskampf  ●  ↗Agonie  fachspr., veraltet · Terminalphase  fachspr.
  • bis zum Tod  ●  bis zum Ende ihrer Tage  weibl. · bis zum Ende seiner Tage  männl.
  • Sterbeurkunde · Todesurkunde
  • Hades · ↗Hölle · ↗Inferno · ↗Jenseits · ↗Orkus · Reich der Toten · ↗Schattenreich · ↗Totenreich · ↗Unterwelt
  • beerdigen · ↗begraben · ↗beisetzen · ↗bestatten · das letzte Geleit geben · zu Grabe tragen · zur letzten Ruhe betten  ●  das letzte Aufgebot bestellen  fig., selten · die letzte Ehre erweisen  geh. · ↗einbuddeln  derb · unter die Erde bringen  derb · ↗verscharren  derb
  • Fäulnis · ↗Moder · ↗Verfall · ↗Verwesung  ●  ↗Putrefaktion  lat. · ↗Putreszenz  lat.
Antonyme
Synonymgruppe
Freund Hein · Gevatter Tod · ↗Hein · ↗Thanatos (griech.)  ●  Tod (Personifikation)  Hauptform · Boandl  ugs., österr., bair. · Boandlkramer  ugs., österr., bair. · Boanl  ugs., österr., bair. · Boanlkramer  ugs., österr., bair. · ↗Gevatter  ugs. · ↗Knochenmann  ugs. · ↗Schnitter  ugs. · ↗Sensenmann  ugs. · ↗Todbringer  ugs.
Oberbegriffe
  • Fabelwesen · Fantasiegeschöpf · Phantasiegeschöpf · übernatürliches Wesen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angesicht Angst Bruder Geburt Krankheit Leben Liebe Lied Mensch Mutter Mädchen Nachricht Sohn Teufel Umstand Vater bedeuten enden erfinden feststellen früh gewaltsam natürlich plötzlich prügeln qualvoll reißen stürzen tragisch verurteilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tod‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manchmal hatte sie auch gedacht, der Tod selbst sehe sie darin an.
Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 145
Und immer wieder schiebt sich dann der Tod vor die Augen.
Die Zeit, 27.06.1997, Nr. 27
Es ist angesichts des Todes, der Millionen bedroht, nicht genug.
Commer, Heinrich: Managerknigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1985], S. 8879
Der Tod jedoch bereitete seinen weiteren Plänen ein jähes Ende.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 227
So ist das mächtige babylonische Reich, das so fest begründet schien, kaum zwanzig Jahre nach dem Tode seines Organisators zugrunde gegangen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 9498
Zitationshilfe
„Tod“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tod>, abgerufen am 24.10.2019.

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