Technologie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Technologie · Nominativ Plural: Technologien
Aussprache
WorttrennungTech-no-lo-gie
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungtechno--logie
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Wissenschaft von der rationellen, auf den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft, Mathematik, Technik und Ökonomie beruhenden Gestaltung von Prozessen und deren Abläufen, besonders des Arbeitsprozesses und Produktionsprozesses
Beispiele:
die mechanische, chemische Technologie
die Technologie des Bergbaus, Maschinenbaus
2.
Ausarbeitung und Zusammenfassung der einzelnen für die Fertigung eines bestimmten Produkts notwendigen Arbeitsgänge, des Arbeitsverfahrens
Beispiele:
eine neue Technologie ausarbeiten, einführen
Anwendung moderner, rationeller Technologien
Technologien des Schweißens, Gießens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Technik · technisch · Techniker · Technologie · Technologe
Technik f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’. Von griech. téchnē (τέχνη) ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet griech. technikós (τεχνικός) ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’. Dazu bzw. zu entlehntem lat. techna ‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’, mlat. tec(h)na, tegna ‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem lat. technicus ‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Substantiv nlat. technica (Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im Dt. zuerst Hydrotechnica ‘Wasserbaukunst’ (1724), Technica (1744), danach Technik (Kant 1781). Daneben gleichbed. Technie f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung Pyrotechnia, Pyrotechnie ‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’, Zymotechnia, -technie ‘Gärungschemie’. technisch Adj. ‘die Technik betreffend, auf ihr beruhend, in der Technik gebräuchlich, fachgemäß’ (1. Hälfte 18. Jh.), zuvor in latinisierter, dem Griech. (s. oben) folgender Form technicus (Mitte 17. Jh.; vgl. Terminus technicus, seit 1668). Techniker m. (2. Hälfte 18. Jh.); zuvor Technicus (1. Hälfte 17. Jh.). Technologie f. Wissenschaft von der Umwandlung der Roh- und Werkstoffe in Fertigprodukte und Gebrauchsgegenstände, Lehre von den in der Technik angewendeten und anwendbaren Arbeits- und Produktionsverfahren (1. Hälfte 18. Jh.), griech. technología (τεχνολογία) ‘kunstgemäße Behandlung, Aufstellung von Regeln für wissenschaftliche Behandlung, wissenschaftlich aufgestellte Regel’ (s. ↗-logie); anfangs ‘Gesamtheit, Systematik der Fachwörter, Lehre von den Fachwörtern, Terminologie(lehre)’, dann ‘Wissenschaft von den Gewerben, Handwerkswissenschaft, Gewerbekunde’ (2. Hälfte 18. Jh.), später mit Ausbreitung der modernen Technik im 19. Jh. zunehmend im oben angeführten Sinne. Technologe m. (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Hightech · ↗Technik · Technologie
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anwendung Bildung Bundesminister Bundesministerium Einsatz Forschung Innovation Nutzung Senatsverwaltung Telekommunikation Transfer Umweltschutz Verkehr Wirtschaft Wissenschaft Zugang digital entwickeln entwickelt fortgeschritten fortschrittlich innovativ investieren modern neu optisch umweltfreundlich westlich zukunftsträchtig zukunftsweisend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Technologie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schrittweise eignen sich die Chinesen somit westliche Technologien an, um mittelfristig auf eigenen Beinen stehen zu können.
Die Zeit, 29.09.2008, Nr. 39
Allerdings gibt es bei dieser Technologie noch technische Probleme, die wir zunächst lösen müssen.
Die Welt, 23.06.2005
Diese sollten den Aufbau und die Anwendung dieser neuen Technologie beschleunigt in Gang setzen.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - I. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 27394
Sie bespähte ihn und wunderte sich, daß er nicht nach der Technologie fragte, wenigstens danach, ob sie vorangekommen sei.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 117
Zeitweise war er Direktor der Sektion Technologie der verarbeitenden Industrie.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - M. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 18844
Zitationshilfe
„Technologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Technologie>, abgerufen am 17.09.2019.

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