Taste, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Taste · Nominativ Plural: Tasten
Aussprache
WorttrennungTas-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Taste‹ als Erstglied: ↗Tastenakrobat · ↗Tastenanschlag · ↗Tastendruck · ↗Tastengott · ↗Tasteninstrument · ↗Tastenkombination · ↗Tastenkürzel · ↗Tastenlöwe · ↗Tastenreihe · ↗Tastensperre · ↗Tastentelefon · ↗Tastenzauberer
 ·  mit ›Taste‹ als Letztglied: ↗Brötchentaste · ↗Eingabetaste · ↗Feststelltaste · ↗Funktionstaste · ↗Maustaste · ↗Obertaste · ↗Orgeltaste · ↗Pfeiltaste · ↗Rücktaste · ↗Sprechtaste · ↗Untertaste
eWDG, 1976

Bedeutung

Hebel, der durch Herunterdrücken mit dem Finger einen Mechanismus auslöst
Beispiele:
die weißen, schwarzen Tasten des Klaviers
die Tasten der Schreibmaschine lassen sich leicht anschlagen
die Taste, Tasten niederdrücken, bedienen
auf die Tasten hauen (= sehr stark anschlagen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tasten · antasten · betasten · Taste
tasten Vb. ‘(mit den Händen) vorsichtig oder unsicher über etw. hinweggleiten, nach etw. suchen, greifen’, reflexiv ‘sich vorsichtig, mit den Händen um sich greifend vorwärtsbewegen’, mhd. mnd. tasten ‘(be)fühlen, berühren’ ist (vielleicht durch nl. Vermittlung?, vgl. mnl. nl. tasten) entlehnt aus afrz. taster ‘tasten, tastend suchen, betasten, prüfen’ (frz. tâter), woraus auch engl. to taste ‘prüfen, probieren, schmecken, kosten’. Voraus geht vlat. *tastāre, eine kontrahierte Form aus vlat. *taxitāre ‘mehrmals berühren, betasten’, Intensivbildung zu lat. taxāre ‘scharf anrühren, (prüfend) berühren, antasten, (durch Befühlen) den Wert einer Sache ermitteln und bestimmen, schätzen’ (s. ↗taxieren). antasten Vb. ‘vorsichtig berühren, unberechtigt berühren, verletzen’, mhd. anetasten. betasten Vb. ‘mit den Fingern befühlen, prüfend anfassen’, mhd. betasten. Taste f. ‘mit dem Finger herabzudrückender Hebel’, besonders (dann oft Plur.) bei bestimmten Musikinstrumenten (1. Hälfte 18. Jh.), aus ital. tasto m. bzw. tasti (Plur.) ‘Griffsteg zum Anschlagen der Saiten eines Musikinstrumentes (insbesondere eines Klaviers), Griff(brett)’, eigentlich ‘das Tasten, Werkzeug zum Tasten’, zu (wohl aus dem Galloroman. entlehntem) ital. tastare ‘(be)tasten, wiederholt berühren’, aus lat. tastāre (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Druckschalter · ↗Knopf · ↗Schalter · ↗Schaltfläche · Taste · ↗Taster  ●  ↗Button  engl.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kippschalter · ↗Kreuzschalter · ↗Umschalter · ↗Wechselschalter
  • Direktwahl-Taste · Kurzwahl-Taste
  • Extra-Schalter · Extra-Taste · Extraknopf · Zusatzknopf · Zusatzschalter · Zusatztaste
  • Stromstoßrelais · Stromstoßschalter
  • Druckluftschütz · pneumatisches Schütz
  • Drehknopf
  • Ein-/Ausschalter · Ein-/Ausschaltknopf · Power-Taste
  • Cursortaste · ↗Pfeiltaste
  • Eingabetaste · Rückführtaste mit Zeilenschaltung · ↗Zeilenschalter  ●  ↗Return  engl.
  • Backspace · Rücklöschtaste · Rückschritttaste · ↗Rücktaste
  • R-Taste · Rückfragetaste
  • Datentaste  ●  Modemtaste  ugs.
  • Anforderungsknopf · Bettelknopf
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bedienung Beschriftung Betätigen Display Drehsteller Druckpunkt Drücken Fernbedienung Finger Hören Keyboard Klaviatur Klavier Knopf Lenkrad Regler Riechen Saite Schalter Schmecken Schreibmaschine Tastatur anschlagen betätigen drücken gedrückt hauen hämmern niederdrücken tippen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taste‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf die Haut, ein Tasten, die Augen, da ist was, ein Klang, ein Wort.
Die Welt, 24.08.2005
Leider gibt es immer noch die unterschiedlichsten Öffnungsmechanismen, immerhin sind die Tasten meist schon rot markiert.
Der Tagesspiegel, 26.04.2001
An einigen Stellen schimmerte schon das Holz durch die Tasten.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 60
Die Finger glitten über die Tasten, ob es passen wolle.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 130
Man bemerkt ein Tasten, ein Ausprobieren verschiedener Formen, aber nichts von innerlich notwendigem Ausdruck.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 383
Zitationshilfe
„Taste“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Taste>, abgerufen am 26.06.2019.

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