Tüpfel, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum, Neutrum) · Genitiv Singular: Tüpfels · Nominativ Plural: Tüpfel
WorttrennungTüp-fel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Tüpfel‹ als Erstglied: ↗Tüpfelchen · ↗Tüpfelfarn · ↗Tüpfelhyäne
eWDG, 1976

Bedeutung

kleiner Tupfen
Beispiel:
einen Tüpfel Farbe auftragen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tüpfel · Tüpfelchen
Tüpfel m. n. ‘kleiner Tupfen, Punkt, Farbfleck’ (15. Jh.), Deminutivum zu Tupf(en) m. ‘Punkt, Farbfleck, Sprenkel’, unter Anlehnung an ↗tupfen (s. d.) umgebildet aus mhd. topfe, ahd. topho ‘Punkt, Fleck’ (11. Jh.), das im Sinne von ‘(leichter) Stoß, Schlag, durch Stoß, Stich oder Berührung entstandener Punkt’ zu einer Labialerweiterung der unter ↗stoßen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’ gestellt werden kann. In neuerer Zeit bezeichnet Tüpfel vorwiegend einen ‘für das Auge wahrnehmbaren Fleck’, wobei der Vorgang der Berührung deutlich zurücktritt. Dazu mit erneuter Deminuierung Tüpfelchen n. ‘kleiner Tüpfel, Pünktchen’ (17. Jh.), vor allem in den Wendungen das Tüpfelchen auf dem i ‘I-Punkt, letzte Feinheit, Vollendung’ (Mitte 19. Jh.), bis aufs Tüpfelchen ‘aufs genaueste, bis auf letzte’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Wort Batik bedeutet "Schreiben, Zeichnen, Tüpfeln" und ist im asiatischen Raum eine verbreitete Methode des Malens.
Die Welt, 08.02.2003
Während ihres Aufbaues dient eine sehr geringe Zahl kleiner Tüpfel mit spaltförmigem Porus dem erforderlichen Stofftransport.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 87
In dieser seiner doppelten Eigenschaft tritt er in einem meiner zahlreichen unvollendeten Dramen »Albine« unter dem Namen Tüpfel episodisch auf.
Schnitzler, Arthur: Jugend in Wien, Eine Autobiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 40070
Da die Tüpfel bei der Verdickung ausgespart bleiben, entstehen regelrechte Tüpfelkanäle.
Nultsch, Wilhelm: Allgemeine Botanik, Stuttgart: Thieme 1986 [1964], S. 123
Punktedichtekarten repräsentieren die Werte zugrundeliegender Gebiete durch die Verteilung von Tüpfeln in den entsprechenden Bereichen, Multimedia-Verknüpfungen verbinden Kartenelemente mit Videos, Sounds oder Bildern.
C't, 1995, Nr. 9
Zitationshilfe
„Tüpfel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tüpfel>, abgerufen am 18.03.2019.

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