Tüncher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungTün-cher (computergeneriert)
Wortzerlegungtünchen-er
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tünchen · Tünche · Tünch · Tüncher
tünchen Vb. ‘mit Kalk(farbe) bestreichen’, ahd. tunihhōn ‘mit Kalk versehen bzw. bestreichen’ (9. Jh.; eigentlich ‘bekleiden, mit einem Gewand, einem Überzug versehen’), spätmhd. tün(i)chen ‘kalken, verputzen’ ist abgeleitet von ahd. tunihha ‘Kleid, Gewand’ (um 800), einer Entlehnung aus lat. tunica ‘auf dem Körper getragenes, mit kurzen Ärmeln versehenes Hemd’. Im Anschluß an das Verb entwickelt ahd. tunihha die Bedeutung ‘(Kalk)anstrich, -bewurf’ (10. Jh.), woraus (wenn nicht spätere Rückbildung aus dem Verb) nhd. Tünche f. auch Tünch m. ‘Kalkverputz’, besonders ‘Kalkmilch’, mhd. tünich m.; dann auch übertragen ‘Schminke’ (16. Jh.). Tüncher m. ‘Verputzer’ (15. Jh.), ‘Weißer, Anstreicher’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anstreicher · ↗Maler · ↗Weißbinder  ●  Maler und Lackierer  Amtsdeutsch · Tüncher  regional · Weißeler  regional · Weißer  regional · Pinselquäler  derb, abwertend
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuerst kam der "dealbator", eine Art Tüncher, dessen Arbeit in der Hauptsache darin bestand, frühere Aufschriften zu vernichten und den Platz für neue "Anzeigen" fertigzustellen.
Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21
Zitationshilfe
„Tüncher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tüncher>, abgerufen am 20.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
tünchen
Tünche
Tünch
tun
Tumulus
Tundra
Tunell
tunen
Tuner
Tunfisch