Tüchtigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tüchtigkeit · Nominativ Plural: Tüchtigkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungTüch-tig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungtüchtig-keit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
besondere Befähigung
Beispiele:
die berufliche, handwerkliche, sportliche Tüchtigkeit
der Facharbeiter war wegen seiner besonderen Tüchtigkeit in seinem Betrieb sehr geschätzt
2.
besondere Tauglichkeit
Beispiel:
die körperliche Tüchtigkeit
veraltet gute Beschaffenheit
Beispiel:
die Tüchtigkeit des Fuhrwerks und des Strickes [O. LudwigHeiterethei2,10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tüchtig · Tüchtigkeit
tüchtig Adj. ‘geschickt, erfahren, fleißig, gut’. Das nur im Westgerm. bezeugte Adjektiv mhd. tühtec, tühtic ‘brauchbar, wacker, edel und fein gesittet’, mnd. düchtich, mnl. duchtich, nl. duchtig, aengl. dohtig, engl. (älter) doughty ist von dem in ahd. tūht ‘Andrang, Ansturm’ (11. Jh.; anatūht, 10. Jh.), mhd. tūht, dūht ‘Andrang, Kraft, Gewalt, Tüchtigkeit’, nhd. Tucht (bis 16. Jh.), mnd. ducht überlieferten ti-Abstraktum zu dem unter ↗taugen (s. d.) dargestellten Verb abgeleitet. Tüchtigkeit f. ‘tüchtiges Wesen’, mhd. tühtecheit, tuchtikeit ‘Kraft, Stärke, Rüstigkeit, Festigkeit’, mnd. düchtichēt, mnl. duchticheit. In älterer Sprache vorwiegend im Sinne von ‘Tauglichkeit, Eignung, Brauchbarkeit’; der in neuerer Zeit vorherrschende Gebrauch ‘besondere Leistungsfähigkeit, Qualität’ findet sich bereits im Frühnhd.

Thesaurus

Psychologie
Synonymgruppe
Arbeitseifer · ↗Diensteifer · ↗Energie · ↗Produktivität · ↗Schaffensdrang · ↗Tatkraft · Tatwille · Tüchtigkeit  ●  ↗Diligenz  geh., veraltend
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Beflissenheit · ↗Eifer · ↗Emsigkeit · ↗Fleiß · Tüchtigkeit
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausweis Einfallsreichtum Findigkeit Fleiß Geschicklichkeit Intelligenz Klugheit Nüchternheit Sauberkeit Sparsamkeit Tapferkeit Tatkraft Tugend Umsicht Unternehmungsgeist Zuverlässigkeit Zähigkeit beruflich erwiesen fachlich geschäftlich handwerklich kaufmännisch kriegerisch körperlich leiblich seelisch sittlich soldatisch sprichwörtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tüchtigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dieser Funktion war er - still, fleißig, gradlinig - allein durch dienende Tüchtigkeit aufgestiegen.
Bild, 29.05.1997
Sie haßten die Juden wegen ihrer Tüchtigkeit und weil sie von den Juden verdrängt worden waren.
Der Tagesspiegel, 18.03.1997
Militärische Tüchtigkeit allein reichte nicht mehr zum Niederringen des Gegners aus.
Nahmer, Nöll von der Robert: Weltwirtschaft und Weltwirtschaftskrise. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 18807
Sie ist nur ein Schatten, aber immerhin ein Schatten der wahren Tüchtigkeit.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Dieses kleine Vermögen führte ich immer an den Vater ab und er lobte mich für meine Tüchtigkeit und das machte mich stolz und glücklich.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 66
Zitationshilfe
„Tüchtigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tüchtigkeit>, abgerufen am 22.04.2019.

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