Synode, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Synode · Nominativ Plural: Synoden
Aussprache
WorttrennungSy-no-de · Syn-ode (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Synode‹ als Letztglied: ↗Bekenntnissynode · ↗Diözesansynode · ↗Kreissynode · ↗Landessynode · ↗Pastoralsynode · ↗Provinzialsynode
eWDG, 1976

Bedeutung

Religion
a)
Versammlung der von den Kirchengemeinden als Vertreter gewählten Geistlichen und Laien, die Fragen der Lehre und der Ordnung der Kirche gesetzlich regelt
Beispiele:
die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg tagte in B, wählte N zum Präses, Präsidenten
die Geschäftsordnung der Synode
b)
Versammlung gewählter Geistlicher und Laien, die Fragen der Verkündigung des Glaubens und des Lebens aus dem Glauben berät
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Synode · synodal · Synodaler
Synode f. ‘Kirchenvertretung, -versammlung’. Aus spätlat. synodus f. ‘Priesterkollegium, Kirchenversammlung’, griech. sýnodos (σύνοδος) ‘Zusammenkunft, (beratende) Versammlung’, gebildet (s. ↗syn-) zu griech. hodós (ὁδος) ‘Gang, Weg’, ist entlehnt mhd. sent ‘beratende (geistliche) Versammlung, geistliches Gericht, Jüngstes Gericht, Reichs-, Landtag’ (volksetymologisch wohl von mhd. senāt, lat. senātus beeinflußt), danach (vornehmlich lat. flektierend) Synodus (15. Jh.) Synod (16. Jh.), Synode f. (18. Jh., in formaler Anlehnung an frz. synode m.), zunächst in der Bedeutung ‘geistliche, kirchliche Versammlung’, dann besonders ‘beratende, beschließende und gesetzgebende Versammlung von Bischöfen in einem Konzil (unter Vorsitz des Papstes)’, in der evangelischen Kirche ‘aus gewählten Gemeindevertretern (Geistlichen und Laien) bestehende Versammlung, die als Gesetzgebungs- und Regierungsorgan neben der bischöflichen Leitung Trägerin kirchlicher Selbstverwaltung ist’. synodal Adj. ‘die Synode betreffend, dazu gehörend’ (Mitte 18. Jh.), älter synodalisch (17. Jh.), spätlat. synodālis, meist in Zusammensetzungen wie Synodalversammlung ‘Synode’ (18. Jh.), Synodalverfassung ‘Verfassung evangelischer Kirchen, deren Leitung durch eine Synode erfolgt’ (19. Jh.); auch substantiviert Synodaler m. ‘Mitglied einer Synode’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Konzil · Synode
Unterbegriffe
  • Konzil von Verona · Synode von Verona
  • Vaticanum · Vatikanisches Konzil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bischofskonferenz Bistum Dordrechter EKD Kirche Kirchenbund Kirchenkonferenz Kirchenkreis Kirchenleitung Kirchenparlament Kirchenprovinz Konsistorium Konzil Landeskirche Lutheraner Patriarchat Presbyterium Präses abgehalten berlin-brandenburgisch einberufen evangelisch gesamtdeutsch heilig lutherisch nordelbisch römisch tagen tagend ökumenisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Synode‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie beraten derzeit in einer Synode darüber, wie der christliche Glaube in gottferneren westlichen Ländern wieder stärker Fuß fassen kann.
Die Zeit, 21.10.2012 (online)
Für die Katholische Kirche ist der Begriff der Synode noch relativ neu.
o. A. [rast]: Synode. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1985]
Zwei Jahre darauf berief er eine Synode, ein, um den Sieg über das päpstliche Rom vor aller Welt zu dokumentieren.
Rubin, Berthold: Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 6911
Kirche gab sich auf der Synode von 1929 eine neue Verfassung.
Zimmermann, H.: Siebenbürgen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 41960
Einen entsprechenden Antrag hat er bereits bei der heiligen Synode zur Beratung gestellt.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 01.02.1906
Zitationshilfe
„Synode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Synode>, abgerufen am 23.04.2019.

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