Sumpfblüte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSumpf-blü-te
WortzerlegungSumpfBlüte
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend aus moralisch verkommenen Verhältnissen hervorgehender Auswuchs, Missstand der menschlichen Gesellschaft
Beispiel:
›Berlin-Alexanderplatz‹, der erste Welterfolg Döblins, zeigte die Sumpfblüten großstädtischer Unterwelt, ohne ihren Nährboden zu analysieren [Aufbau1957]

Typische Verbindungen
computergeneriert

gedeihen schillernd treiben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sumpfblüte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sprießen noch andere Sumpfblüten auf dem Feld der neuen Medien.
Die Zeit, 18.05.1984, Nr. 21
Wo viel gebaut wird und viel Geld fließt, gedeihen allemal auch Sumpfblüten.
Die Welt, 09.07.1999
Die Sumpfblüten dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Literatur als kulturelles Leitmedium ausgespielt habe.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2003
Eine Sumpfblüte der Presselandschaft erscheint in Gera, «Christliche Verantwortung» betitelt.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 411
Adler ist keineswegs eine besonders seltene und schillernde Sumpfblüte in unserer gesellschaftlichen Landschaft.
Wallraff, Günter: Ganz unten, Berlin: Aufbau-Verl.1986 [1985], S. 204
Zitationshilfe
„Sumpfblüte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Sumpfblüte>, abgerufen am 13.11.2019.

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