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Strophe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Strophe · Nominativ Plural: Strophen
Aussprache
WorttrennungStro-phe
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Strophe‹ als Erstglied: ↗Strophenbau · ↗Strophenform · ↗Strophengedicht
 ·  mit ›Strophe‹ als Letztglied: ↗Anfangsstrophe · ↗Eingangsstrophe · ↗Meistersangstrophe · ↗Schluss-Strophe · ↗Schlussstrophe
 ·  mit ›Strophe‹ als Grundform: ↗strophisch  ·  formal verwandt mit: ↗einstrophig · ↗vielstrophig · ↗vierstrophig · ↗zweistrophig
eWDG, 1976

Bedeutung

Teil eines Gedichtes, der durch die Verbindung mehrerer Verszeilen zu einer oft regelmäßig wiederkehrenden, in sich geschlossenen, metrischen Einheit entsteht
Beispiele:
ein Gedicht mit vier Strophen
nach jeder Strophe folgt der Kehrreim
eine Strophe vorlesen, aufsagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strophe f. ‘größere, sich wiederholende, aus mehreren Versen bestehende rhythmische Einheit eines Gedichts’, gelehrte Entlehnung des 17. Jhs. von lat. stropha, strophē, griech. strophḗ (στροφή) ‘Wendung, Gewandtheit, Abwandlung, Veränderung’, besonders ‘die Wendung oder der Tanz des Chores im Theater’, auch ‘der während des Tanzes gesungene Gesang, Verbindung mehrerer Verse zu einem metrischen Ganzen’, zu griech. stréphein (στρέφειν) ‘drehen, wenden’ (s. auch ↗Apostroph). Strophe wird vor allem von Opitz aufgenommen und verbreitet (vorher dafür Gesetz). In allgemeiner Sprache steht (seit dem 18. Jh.) vielfach ↗Vers (s. d.) statt Strophe, zumal (besonders im Nordd. und Md.) beim Kirchenlied.

Thesaurus

Synonymgruppe
Absatz · Gedichtabschnitt · Strophe · ↗Vers
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absingen Ballade Choral Deutschland-Lied Deutschlandlied Gedicht Hymne Hymnus Lied Metrum Nationalhymne Nibelungenlied Ode Refrain Reim Strophe Vers Zeile alkäisch anstimmen dichten dreizeilig dritt fünfzeilig gereimt gesungen mitsingen sapphisch singen vierzeilig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Strophe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man ergreift die Hände eigentlich erst bei der letzten Strophe des Liedes.
Der Tagesspiegel, 03.01.2000
Und er sieht wirklich so aus wie der aus der zweiten Strophe.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 1
Die kurze Strophe erscheint so erschütternd eindeutig, daß man nur zögernd versucht, etwas dazu zu sagen.
Die Zeit, 25.11.1960, Nr. 48
Bei der zweiten Strophe fiel plötzlich die ganze Kirche ein.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 136
Sie schlug ein paar Töne an, sang eine halbe Strophe.
Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 266
Zitationshilfe
„Strophe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Strophe>, abgerufen am 18.04.2019.

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