Streuung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Streuung · Nominativ Plural: Streuungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungStreu-ung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Streuung‹ als Erstglied: ↗Streuungskoeffizient  ·  mit ›Streuung‹ als Letztglied: ↗Eigentumsstreuung · ↗Lichtstreuung · ↗Risikostreuung · ↗Warenstreuung
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
allseitige und gleichmäßige Verbreitung, Verteilung
Beispiele:
eine breite Streuung der Waren, von Konsumgütern
in H klappt es mit der Streuung noch nicht
Medizin die Streuung eines Krankheitsherdes
[Eigenheime] in breiter sozialer Streuung [Tageszeitung1966]
Medizin Schließlich sind Streuungen von chronischen Eiterungen in Form der allgemeinen »Blutvergiftung« zu fürchten [Gesundheit1970]
2.
Ablenkung, Abweichung von der ursprünglichen, beabsichtigten Richtung
a)
Optik Verteilung des Lichts nach verschiedenen Seiten in Abweichung von der geraden Linie
Beispiele:
die Streuung des Lichtes hängt von der Zahl der Luftteilchen ab
Physik die Streuung des Laserstrahls in der Erdatmosphäre
Physik eine diffuse Streuung von Ultrakurzwellen in hohen Luftschichten
b)
fachsprachlich Abweichung eines Wertes (von einem angenommenen Durchschnittswert)
Beispiele:
die Streuung statistischer Zahlen
Die starke Streuung der Meßwerte ist durch geographische und meteorologische Ursachen bedingt [Forschungen1959]

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausbreitung · Streuung · ↗Verbreitung · ↗Verteilung  ●  ↗Dissemination  fachspr.
Synonymgruppe
Diffusion · ↗Durchmischung · Eindringen in eine Substanz · Konzentrationsausgleich · Streuung
Synonymgruppe
Feinverteilung · Streuung
Synonymgruppe
Streubreite · Streuung  ●  ↗Standardabweichung  fachspr. · ↗Varianz  fachspr.
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absorption Aktienbesitz Aktienkapital Anlageform Anlagekapital Anlagerisiko Anlagevermögen Anlegergeld Devisenreserve Eigentum Fondsvermögen Kapitalanlage Krebszelle Meßwert Mittelwert Neutron Photon Portefeuille Portfolio Produktivkapital Produktivvermögen Reaktionszeit Sonnenlicht Vermögensanlage breit geographisch inelastisch minimieren regional räumlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Streuung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine breite Streuung wie beispielsweise im Dax gibt es nicht.
Die Welt, 02.11.2005
Durch die breite Streuung reduziere sich die Abhängigkeit von einzelnen Investoren.
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2000
Der abnehmende Trend in den Streuungen ist statistisch nicht bedeutsam.
Rösler, Frank: Hirnelektrische Korrelate Kognitiver Prozesse, Berlin: Springer 1982, S. 271
Das geriffelte Glas, das für die notwendige Streuung des Lichtes sorgt, ist nicht so empfindlich.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 274
Zur Streuung der Kriteriumwerte ist der Regressionskoeffizient also direkt proportional.
Lienert, Gustav A.: Testaufbau und Testanalyse, Weinheim: Beltz 1961, S. 465
Zitationshilfe
„Streuung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Streuung>, abgerufen am 19.07.2019.

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