Stockfleck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungStock-fleck (computergeneriert)
WortzerlegungstockenFleck1
Wortbildung mit ›Stockfleck‹ als Grundform: ↗stockfleckig
eWDG, 1976

Bedeutung

durch Schimmelpilz entstandener Fleck, besonders auf Textilien oder Papier
Beispiel:
frische Luft verhindert Rost- und Stockflecke
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stocken · Stockschnupfen · verstockt · stockig · Stockfleck
stocken Vb. ‘innehalten, nicht vorankommen’, im 16. Jh. als medizinischer Ausdruck ‘dick, fest, steif, starr werden, gerinnen’ (vom Blut) wohl zu dem unter ↗Stock (s. d.) dargestellten Substantiv gebildet (älter mhd. verstocken, s. unten). Als Ausgangsbedeutung ist ‘steif wie ein Stock, wie ein Klotz, bewegungslos werden’ anzunehmen. Danach erweitert von der Funktion des Herzens, des Pulses, des Atems (18. Jh.), der Funktion technischer Geräte (Maschine, Uhr-, Triebwerk, 17. Jh.), vom Gelingen von Unternehmungen und Geschäften (18. Jh.), vom Verkehrsstrom (19. Jh.). Vgl. ins Stocken geraten ‘nicht mehr zügig vorangehen’ (19. Jh.). Stockschnupfen m. ‘nicht fließender, verdickter Schnupfen’ (18. Jh.). verstockt Part.adj. ‘auf etw. versteift, verhärtet, uneinsichtig, unzugänglich’ (16. Jh.), zu mhd. verstocken ‘erstarren’. stockig Adj. ‘durch Feuchtigkeit verdorben, dumpf’ (17. Jh.), eigentlich wohl ‘durch unbeweglich stehende Luft faulend’, vgl. stocken im Sinne von ‘durch Feuchtigkeit verderben, faulen’ (16. Jh.). Stockfleck m. ‘durch stehende Feuchtigkeit entstandener Fleck’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer das alte Buch liebt, liebt auch die Stockflecken darin mit souveräner Neigung.
Die Zeit, 24.10.1946, Nr. 36
Die feuchte Luft muß nach außen, sonst entstehen Schimmel und Stockflecken.
Süddeutsche Zeitung, 17.05.1994
Teppiche schlagen Wellen, an den Möbeln bilden sich hässliche Stockflecken.
Bild, 02.11.2001
Kaltes Neonlicht erhellt den wohnzimmergroßen Raum, der schachbrettgemusterte Linoleumboden hat Stockflecken.
Die Welt, 28.07.1999
Das Papier hat im Laufe der Jahre ein paar Stockflecken bekommen und riecht nach feuchtem Keller.
Die Zeit, 20.03.2007, Nr. 13
Zitationshilfe
„Stockfleck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Stockfleck>, abgerufen am 23.10.2019.

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