Stimmführung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungStimm-füh-rung (computergeneriert)
WortzerlegungStimmeFührung
eWDG, 1976

Bedeutung

Musik Kunst, in einem mehrstimmigen musikalischen Satz die einzelnen Stimmen im harmonischen wie melodischen Sinne korrekt und sinnvoll zu führen
siehe auch führen (Lesart 3 c)
Beispiel:
das Quartett überzeugte durch Feinheit und Originalität der Stimmführung

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Melodiebetonte langsame Sätze wechseln mit spritziger, fugierter Stimmführung in den schnellen Sätzen.
Der Tagesspiegel, 14.04.2004
Der Satz ist kunstvoll und verwendet gern kanonische Stimmführung, ist jedoch nie überladen und immer harmonisch abgeklärt.
Jeppesen, Knud: Festa. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 12520
Immer wieder, sogar in Momenten höchster emotionaler Verdichtung, reißen melodische Linien ab, verlieren sich rhythmische Entwicklungen, brechen polyphone Stimmführungen zusammen.
Süddeutsche Zeitung, 05.06.1999
Häufig sind im C. J. kontrapunktische Stimmführungen und polytonale bis atonale Wendungen.
o. A.: C. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 24531
Doch ist die Schönheit der Dreiklangsfolgen noch als das mehr zufällige Ergebnis von Melodiebildung und Stimmführung zu werten.
Hermelink, S.: Palestrina. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 14523
Zitationshilfe
„Stimmführung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Stimmführung>, abgerufen am 17.10.2019.

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