Sterz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sterzes · Nominativ Plural: Sterze
Aussprache
Wortbildung mit ›Sterz‹ als Letztglied: ↗Pflugsterz
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Landwirtschaft Haltevorrichtung am Pflug
2.
landschaftlich Schwanz, besonders von Vögeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sterz · Pflugsterz
Sterz m. ‘Schwanz’ (der Tiere), ‘hervorstehendes Hinterteil’, ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. sterz, (md.) stert ‘Schweif, Stengel, Stiel, Griff zum Führen des Pfluges’, mnd. stērt, stert, mnl. ste(e)rt, staert, start, nl. staart, afries. stert, aengl. steort, engl. (älter) start, anord. stertr, schwed. stjärt (germ. *sterta-) stellt sich mit mhd. sterzen, starzen ‘steif emporragen, stelzen, sich rasch bewegen, starr aufwärts richten’, mhd. stürzel, sturzel ‘Pflanzenstrunk’ und kymr. serth ‘steil, obszön’ sowie den unter ↗stürzen angeführten Formen als Dentalerweiterung zu der unter ↗starren (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein, starrer, fester Gegenstand’. Für germ. *sterta- kann also von einer Bedeutung ‘hervorragender steifer Teil’ ausgegangen werden. In der Literatursprache vornehmlich bewahrt in Pflugsterz m. ‘dem Pflügenden zugewandter, hervorragender Griff, an dem der Pflug geführt wird’, ahd. phluogsterz (um 1100), mhd. phluocsterz, während sonst vielfach hd. Schwanz gilt.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Plent · ↗Polenta · ↗Riebel · Sterz
Synonymgruppe
Bürzel (Jägerspr.) · ↗Rute · ↗Schwanz · ↗Schweif · Sterz

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich stoße mich mit den Füßen ab und drehe mich auf dem Sterz um mich selber.
Die Zeit, 05.04.1968, Nr. 14
Sie gelten noch mehr als der Sterz, als eine Kraftnahrung.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 10
So war denn die ganze Nachbarschaft mit Zopf und Sterz eingeladen.
Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 276
Zum Verdrehen dient der Sterz, ein aus der Rückseite des Mühlenhauses herausragender Balken, als Hebelarm.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 12289
Zur Pflege ihres weißen Kostüms haben die Vögel eine Bürzeldrüse am Sterz.
Bild, 17.02.2006
Zitationshilfe
„Sterz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Sterz#1>, abgerufen am 20.07.2019.

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Sterz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sterzes · Nominativ Plural: Sterze
Aussprache
Wortbildung mit ›Sterz‹ als Letztglied: ↗Erdäpfelsterz
eWDG, 1976

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Speise aus einem Teig besonders von Mehl, Gries oder Mais, der in Fett gebacken oder in heißem Wasser gekocht und dann in kleine Stücke zerteilt wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sterz · Pflugsterz
Sterz m. ‘Schwanz’ (der Tiere), ‘hervorstehendes Hinterteil’, ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. sterz, (md.) stert ‘Schweif, Stengel, Stiel, Griff zum Führen des Pfluges’, mnd. stērt, stert, mnl. ste(e)rt, staert, start, nl. staart, afries. stert, aengl. steort, engl. (älter) start, anord. stertr, schwed. stjärt (germ. *sterta-) stellt sich mit mhd. sterzen, starzen ‘steif emporragen, stelzen, sich rasch bewegen, starr aufwärts richten’, mhd. stürzel, sturzel ‘Pflanzenstrunk’ und kymr. serth ‘steil, obszön’ sowie den unter ↗stürzen angeführten Formen als Dentalerweiterung zu der unter ↗starren (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein, starrer, fester Gegenstand’. Für germ. *sterta- kann also von einer Bedeutung ‘hervorragender steifer Teil’ ausgegangen werden. In der Literatursprache vornehmlich bewahrt in Pflugsterz m. ‘dem Pflügenden zugewandter, hervorragender Griff, an dem der Pflug geführt wird’, ahd. phluogsterz (um 1100), mhd. phluocsterz, während sonst vielfach hd. Schwanz gilt.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Plent · ↗Polenta · ↗Riebel · Sterz
Synonymgruppe
Bürzel (Jägerspr.) · ↗Rute · ↗Schwanz · ↗Schweif · Sterz

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich stoße mich mit den Füßen ab und drehe mich auf dem Sterz um mich selber.
Die Zeit, 05.04.1968, Nr. 14
Sie gelten noch mehr als der Sterz, als eine Kraftnahrung.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 10
So war denn die ganze Nachbarschaft mit Zopf und Sterz eingeladen.
Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 276
Zum Verdrehen dient der Sterz, ein aus der Rückseite des Mühlenhauses herausragender Balken, als Hebelarm.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 12289
Zur Pflege ihres weißen Kostüms haben die Vögel eine Bürzeldrüse am Sterz.
Bild, 17.02.2006
Zitationshilfe
„Sterz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Sterz#2>, abgerufen am 20.07.2019.

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