Stelze, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stelze · Nominativ Plural: Stelzen
Aussprache
WorttrennungStel-ze (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Stelze‹ als Letztglied: ↗Gebirgsstelze · ↗Schafsstelze · ↗Schafstelze
eWDG, 1976

Bedeutung

dem Leben auf dem Boden angepasster Singvogel mit einem schlanken Leib, einem dünnen, geraden, spitzen Schnabel, einem langen, schmalen Schwanz und hohen Füßen, der nicht hüpft, sondern trippelnd läuft und seine Nester meist auf dem Boden anlegt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stelze · stelzen · Stelzfuß
Stelze f. einfache, aus einem Rundholz besehende Beinprothese, ‘Holzbein, -fuß’, dann (16. Jh.) auch (fast nur im Plur.) ‘Stangen mit Trittklotz’, mit denen man erhöht und andere überragend gehen kann, ahd. stelza (Hs. 12. Jh.), mhd. stelze ‘Holzbein, Krücke, Schemel, womit sich ein Krüppel fortbewegt’, mnd. mnl. stelte, nl. stelt sowie (als jō-Stämme) nl. Stilt(e) ‘Stamm, Stange, Stengel, Bein’, mengl. stilte, engl. stilt und (ablautend) schwed. stylta führen im Sinne von ‘Stütze, Pfahl’ auf ie. *steld-, eine Dentalerweiterung von unter ↗Stall (s. d.) angeführtem ie. *stel- ‘stellen, aufstellen; stehend, unbeweglich, steif; Ständer, Pfosten, Stamm’. auf stelzen (‘auf Holzbeinen, auf Krücken’) gēn (15. Jh.), ‘sich aufgeblasen benehmen und bewegen’ (16. Jh.), ‘unechte Größe vortäuschen’ (17. Jh.), ‘sich schwülstig ausdrücken’ (Anfang 18. Jh.). stelzen Vb. ‘auf einem Holzbein, auf Krücken gehen, hinken’ (15. Jh.), ‘auf Gehstelzen schreiten’ (18. Jh.), ‘mit langen, steifen Schritten gehen’, übertragen ‘sich steif und stolz bewegen’ (19. Jh.). Stelzfuß m. ‘Holzbein, Träger eines Holzbeines’ (17. Jh., mhd. stelzervuoʒ), ‘verkrüppelter, mißgestalteter Fuß’ (18. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Bötel · ↗Eisbein · ↗Hachse · ↗Haxe · Hechse · ↗Schweinshachse · ↗Schweinshaxe  ●  Adlerhaxe  fränk. · ↗Gnagi  schweiz. · ↗Haspel  hessisch · Knöchla  fränk. · Stelze  österr. · ↗Wädli  schweiz. · Haxn  ugs. · Hämmche  ugs., kölsch · Schweinshaxn  ugs., bair.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autobahn Bambushütte Beton Bungalow Container Hang Hochbahn Holzhaus Hütte Kasten Krücke Meer Transrapid Wasser Wolkenkratzer balancieren bauen daherkommen dünn errichten hoch hydraulisch meterhoch riesig ruhen schweben staksen stählern tanzen thronen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stelze‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch scheint vieles nach traditionellen Mustern zu funktionieren, in den "Ban", den Häusern auf Stelzen, leben mehrere Generationen unter einem Dach.
Der Tagesspiegel, 23.02.2002
Die alte Regierung hat es nicht geschafft, das Ding in 16 Jahren auf die Stelzen zu setzen.
Bild, 29.09.1999
Es liegt meist nicht am Buch, es liegt an den Stelzen.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 154
Wenn ich nicht mehr auf Stelzen leicht nach rückwärts gehen kann, so bin ich nicht mehr ich.
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 9276
Die Familie hatte sich längst auch an diese neue Phase des Leidens gewöhnt und stolperte nun gottergeben über die väterlichen Stelzen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 346
Zitationshilfe
„Stelze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Stelze#1>, abgerufen am 15.10.2019.

Weitere Informationen …

Stelze, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Stelze · Nominativ Plural: Stelzen · wird meist im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungStel-ze (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Stelze‹ als Erstglied: ↗stelzbeinig · ↗stelzfüßig
eWDG, 1976

Bedeutung

stets paarweise gebrauchte, übermannshohe Stange, die in ihrer unteren Hälfte mit einem kleinen Klotz als Tritt für den Fuß versehen ist und, als Verlängerung des Beines dienend, ein erhöhtes Gehen mit großen langen Schritten ermöglicht
Beispiel:
auf Stelzen laufen, gehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stelze · stelzen · Stelzfuß
Stelze f. einfache, aus einem Rundholz besehende Beinprothese, ‘Holzbein, -fuß’, dann (16. Jh.) auch (fast nur im Plur.) ‘Stangen mit Trittklotz’, mit denen man erhöht und andere überragend gehen kann, ahd. stelza (Hs. 12. Jh.), mhd. stelze ‘Holzbein, Krücke, Schemel, womit sich ein Krüppel fortbewegt’, mnd. mnl. stelte, nl. stelt sowie (als jō-Stämme) nl. Stilt(e) ‘Stamm, Stange, Stengel, Bein’, mengl. stilte, engl. stilt und (ablautend) schwed. stylta führen im Sinne von ‘Stütze, Pfahl’ auf ie. *steld-, eine Dentalerweiterung von unter ↗Stall (s. d.) angeführtem ie. *stel- ‘stellen, aufstellen; stehend, unbeweglich, steif; Ständer, Pfosten, Stamm’. auf stelzen (‘auf Holzbeinen, auf Krücken’) gēn (15. Jh.), ‘sich aufgeblasen benehmen und bewegen’ (16. Jh.), ‘unechte Größe vortäuschen’ (17. Jh.), ‘sich schwülstig ausdrücken’ (Anfang 18. Jh.). stelzen Vb. ‘auf einem Holzbein, auf Krücken gehen, hinken’ (15. Jh.), ‘auf Gehstelzen schreiten’ (18. Jh.), ‘mit langen, steifen Schritten gehen’, übertragen ‘sich steif und stolz bewegen’ (19. Jh.). Stelzfuß m. ‘Holzbein, Träger eines Holzbeines’ (17. Jh., mhd. stelzervuoʒ), ‘verkrüppelter, mißgestalteter Fuß’ (18. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Bötel · ↗Eisbein · ↗Hachse · ↗Haxe · Hechse · ↗Schweinshachse · ↗Schweinshaxe  ●  Adlerhaxe  fränk. · ↗Gnagi  schweiz. · ↗Haspel  hessisch · Knöchla  fränk. · Stelze  österr. · ↗Wädli  schweiz. · Haxn  ugs. · Hämmche  ugs., kölsch · Schweinshaxn  ugs., bair.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autobahn Bambushütte Beton Bungalow Container Hang Hochbahn Holzhaus Hütte Kasten Krücke Meer Transrapid Wasser Wolkenkratzer balancieren bauen daherkommen dünn errichten hoch hydraulisch meterhoch riesig ruhen schweben staksen stählern tanzen thronen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stelze‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch scheint vieles nach traditionellen Mustern zu funktionieren, in den "Ban", den Häusern auf Stelzen, leben mehrere Generationen unter einem Dach.
Der Tagesspiegel, 23.02.2002
Die alte Regierung hat es nicht geschafft, das Ding in 16 Jahren auf die Stelzen zu setzen.
Bild, 29.09.1999
Es liegt meist nicht am Buch, es liegt an den Stelzen.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 154
Wenn ich nicht mehr auf Stelzen leicht nach rückwärts gehen kann, so bin ich nicht mehr ich.
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 9276
Die Familie hatte sich längst auch an diese neue Phase des Leidens gewöhnt und stolperte nun gottergeben über die väterlichen Stelzen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 346
Zitationshilfe
„Stelze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Stelze#2>, abgerufen am 15.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
stelzbeinig
Stelzbein
Stellzirkel
Stellzeit
Stellwerk
stelzen
Stelzenläufer
Stelzenschuh
Stelzfuß
stelzfüßig