Steinbutt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungStein-butt
eWDG, 1976

Bedeutung

großer, fast kreisrunder Plattfisch mit auf der Oberseite verteilten steinharten Knöchelchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Butt · Heilbutt · Steinbutt
Butt m. Plattfisch. Der aus dem nd.-nl. Bereich stammende Name mnd. but(te), nd. Butt(e), heute meist Bütt, bzw. mnl. bot(te), but(te), nl. bot ist in andere germ. Sprachen entlehnt worden, vgl. schwed. butta, engl. butt. Auch frühnhd. Butt(e) ist Übernahme aus dem Nd. Der die Gestalt des Fisches charakterisierende Name gehört zum Adjektiv nd. butt ‘stumpf, plump’, mnl. nl. bot ‘stumpf, stumpfsinnig’; vgl. auch nd. Butt ‘kurzes, dickes Ende’. Verwandtschaft besteht mit anord. butr ‘abgehauener Klotz’ und mit den Verben mnd. bȫtel(e)n, bȫten, mnl. bōten, booten, südnl. boten, ahd. mhd. bōʒen (s. ↗Amboß). aengl. bēatan, engl. to beat, anord. bauta ‘schlagen’ sowie aengl. bīetl ‘Hammer’. Die Ausgangsbedeutung für die oben genannte Wortgruppe ist also ‘kurz abgeschlagen’. Man vergleicht lat. cōnfūtāre ‘niederschlagen, -halten, widerlegen, überführen’, refūtāre ‘zurückdrängen, widerlegen’ und führt die germ. Formen auf ie. *bhaud-, *bhū̌d-, die lat. auf ie. *bhaut-, *bhū̌t- zurück. Offen bleibt, wieweit unter Hinzuziehung anderer, auch zur Wortgruppe von lat. battuere (s. ↗Batterie) gehöriger oder mehrdeutiger (jedoch fast immer mit Dental gebildeter) Formen eine Wurzel ie. *bhā̌u-, *bhū̌- ‘schlagen’ erschlossen werden kann. Heilbutt m. älter auch Heiligebutt, wohl als ‘Butt für Heiligenfeste’ gleichfalls dem Nd.-Nl. entlehnt (Ende 18. Jh.); vgl. nd. Helbutt, Hell(e)bütt, Hillebutt, Hilligbutt, nl. heilbot sowie engl. halibut, älter auch holibut. Steinbutt m. (18. Jh.), wohl nach seinen die Oberseite bedeckenden Knochenwarzen, die wie kleine Steine aussehen, benannt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Fangquote Filet Flunder Grill Gänseleber Heilbutt Hummer Jakobsmuschel Kabeljau Krabbe Lachs Pfifferling Schellfisch Scholle Seeteufel Seewolf Seezunge Tomate Tomatenkruste Trüffel Wolfsbarsch Zander bretonisch gebraten gedünstet gegrillt servieren souffliert züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Steinbutt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Steinbutt beispielsweise hätten wir am liebsten auch noch bestellt.
Der Tagesspiegel, 10.08.1999
Auch der Steinbutt, der mit Pfifferlingen serviert wurde, überzeugte uns nicht (38 Mark).
Süddeutsche Zeitung, 05.06.2000
Der Steinbutt wird bis zu 20 Kilo schwer, sein Fleisch ist weiß, fest, köstlich und verdammt teuer - denn er wird immer seltener.
Bild, 21.02.2002
Der Steinbutt sollte nun mit Salz abgerieben werden und darin eine Stunde in kaltem Wasser liegen, seine Haut ist manchmal schleimig.
Die Zeit, 08.01.1962, Nr. 02
Bei dem Lachs als Langfisch kommt eine andere Zerlegungsmethode in Frage als bei dem Steinbutt als Plattfisch.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 345
Zitationshilfe
„Steinbutt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Steinbutt>, abgerufen am 16.06.2019.

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