Staude, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Staude · Nominativ Plural: Stauden
Aussprache
WorttrennungStau-de (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Staude‹ als Erstglied: ↗staudenartig  ·  mit ›Staude‹ als Letztglied: ↗Bananenstaude · ↗Baumwollstaude · ↗Dahlienstaude · ↗Haselstaude · ↗Maisstaude · ↗Papierstaude · ↗Papyrusstaude · ↗Salatstaude · ↗Tabakstaude
 ·  mit ›Staude‹ als Grundform: ↗staudig
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
ausdauernde, strauchartige Pflanze, deren oberirdische krautige Teile im Winter absterben, während die unterirdischen Teile überwintern
Beispiele:
eine dicke, fleischige Staude
die hohe Staude des Maises
Stauden pflanzen
2.
süddeutsch, österreichisch, schweizerisch Strauch
Beispiele:
der Hase verbarg sich in den Stauden (= im Gesträuch)
Agnes setzte sich gehorsam in die Stauden [WaggerlJahr131]
3.
landschaftlich Salatkopf
Beispiel:
sie kaufte drei Stauden Salat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staude f. ‘strauchartige, winterharte Pflanze, Salatkopf’, ahd. stūda (9. Jh.), mhd. stūde ‘Staude, Strauch, Busch, Rute’, mnd. stūde (auch n.) ‘Gebüsch, Gestrüpp’ stellt sich wie ↗stützen (s. d.) als Dentalbildung zur schwundstufigen Form der unter ↗stauen angeführten Erweiterung *st(h)āu-, *st(h)ū- der Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ (s. ↗stehen).

Thesaurus

Synonymgruppe
Staude · mehrjährige krautige Pflanze  ●  perenne krautige Pflanze  fachspr., selten · perennierende krautige Pflanze  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banane Baum Beet Bepflanzung Blume Blumenzwiebel Busch Farn Gehölz Gehölzen Gras Hecke Kraut Kübelpflanze Rhododendron Rose Sommerblume Strauch Zierpflanze abgeblüht anpflanzen bepflanzen blühend gepflanzt immergrün mehrjährig pflanzen sprießen winterhart wuchern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Staude‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Jersey City verkaufte er jede Staude für zwei Dollar an neugierige Händler.
Die Zeit, 24.11.2008, Nr. 47
Denn bereits während der Arbeiten waren viele wertvolle Stauden entwendet worden.
Die Welt, 20.04.2000
Die Stauden des jungen Grafen blühten nun um das Haus.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 177
In einem sonst recht guten Aufsatze von Otto Staude findet sich ein Satz, den ich höher hängen möchte.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31766
Ich saß schon lange zwischen den Stauden versteckt und lauerte, auf welchem Wege sie kommen würde.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18549
Zitationshilfe
„Staude“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Staude>, abgerufen am 22.04.2019.

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