Standbild

GrammatikSubstantiv
WorttrennungStand-bild (computergeneriert)
WortzerlegungStand1Bild
eWDG, 1976

Bedeutung

künstlerisch gestaltete, plastische Nachbildung eines stehenden Menschen oder Tieres, Statue
Beispiele:
ein ehernes, erzenes Standbild
ein Standbild aus Bronze, Stein
in der Galerie waren Büsten und Standbilder ausgestellt
jmdm. ein Standbild setzen
er stand da, unbeweglich und starr wie ein Standbild
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stand · Ständchen · standhaft · ständig · ständisch · Standbild · Standpunkt · Standgericht · Standrecht
Stand m. ‘aufrechte Stellung, das Stehen, Standort, Zustand, sozial zusammengehörige Gruppe, Gesellschaftsschicht, Rang’, ahd. -stant (in firstant ‘Weisheit’, 8. Jh., urstant ‘Auferstehung’, 11. Jh.), mhd. mnd. mnl. stant, nl. aengl. engl. stand, schwed. stånd ist Verbalabstraktum zu dem unter ↗stehen (s. d.) angeführten nasalierten Präsensstamm germ. *stand- (s. auch ↗Stunde). Für -stand in Abstraktbildungen zu Präfixverben s. ↗stehen. Ständchen n. ‘als Huldigung stehend dargebrachte kleine Musik’ (17. Jh.). standhaft Adj. ‘ausdauernd, beharrlich’ (Anfang 16. Jh.). ständig Adj. ‘feststehend, dauernd, immer wiederkehrend’ (16. Jh.); vgl. ahd. instentīgo Adv. ‘eifrig, unablässig’ (um 1000), mhd. gestendec Adj. ‘unveränderlich’, widerstendic ‘Widerstand leistend, widersetzlich, widerlich’. ständisch Adj. ‘den Land- oder Reichsständen zukommend’ (18. Jh.), ‘eine bestimmte soziale Gruppe betreffend’ (19. Jh.). Standbild n. ‘Statue’ (Ende 18. Jh.). Standpunkt m. ‘Punkt, auf dem jmd. steht’ (18. Jh.), meistens übertragen ‘Einstellung, Haltung, aus der heraus etw. beurteilt wird’. Standgericht n. ‘rasch einberufenes (ursprünglich im Stehen tagendes) Kriegs- oder Ausnahmegericht, bei dem in vereinfachtem Strafverfahren das Urteil sofort nach dem Verhör gefällt und vollstreckt wird’ (um 1500); entsprechend Standrecht n. ‘verschärftes Straf- bzw. Kriegsrecht’ (Ende 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Festbild · Standbild
Synonymgruppe
Büste · ↗Plastik · ↗Skulptur · Standbild · ↗Statue · ↗Statuette
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Steindauben · Steinmanderl · Steinmandl · Steinmann · ↗Steinmännchen
  • Farnesischer Herkules · Herakles Farnese · Hercules Farnese · Herkules Farnese
Assoziationen
  • Kunstwanderweg · Skulpturenweg
  • statuarisch  ●  standbildhaft  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Büste DDR-Literatur Enthüllung Erz Gottheit Grünfläche Göttin Heiliger Kurfürst Rotarmist Sockel Standbild Videofilm Videosequenz Zeitlupe bronzen ehern erstarren erstrahlen gefrieren hochauflösend lebensgroß marmorn meißeln monumental steinern umstürzen verewigen vergoldet überlebensgroß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Standbild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bestimmte Szenen können direkt angewählt werden und das Standbild wird endlich seinem Namen gerecht.
Der Tagesspiegel, 09.10.2002
Der Tourist hat es leichter als das 202 Tonnen schwere Standbild, auf den Berg zu kommen.
Süddeutsche Zeitung, 31.12.1996
Davon haben wir einen guten Film, aber leider keine reproduzierbaren Standbilder.
Lorenz, Konrad: Das Jahr der Graugans, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1990 [1979], S. 92
Er schloß die Augen, spulte vor, drückte wieder auf Standbild, machte die Augen auf.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 81
In einer Ecke des mit kleinen Götterbildern gefüllten Raumes war ein lebensgroßes verschleiertes Standbild aufgestellt.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 452
Zitationshilfe
„Standbild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Standbild>, abgerufen am 25.04.2019.

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