Staatsräson, die

Alternative SchreibungStaatsraison
GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungStaats-rä-son ● Staats-rai-son
WortzerlegungStaat1Räson
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Grundsatz, nach dem der Staat einen Anspruch darauf hat, seine Interessen unter Umständen auch unter Verletzung der Rechte des Einzelnen durchzusetzen, wenn dies im Sinne des Staatswohls für unbedingt notwendig erachtet wird

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Staatsraison · Staatsräson
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn man könnte meinen, dass damit die Bereitschaft der Opposition belegt ist, Staatsräson zu zeigen.
Der Tagesspiegel, 31.01.2002
Und als innere Staatsräson des Bismarckschen Reiches ergab Solidarität zugleich einen nationalen Sinn.
Die Zeit, 27.12.1996, Nr. 1
Nie wurde man die alte, von den Monarchen begründete Staatsräson los.
Mann, Golo: Die europäische Moderne. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 30156
Es war, noch einmal, Cavours Politik, die Revolution an den Wagen der Staatsräson zu schirren.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17212
So mußte Wolff denn auch die Idee der »Staatsräson« als eine gewissenlose Politik des Nutzens ablehnen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 313
Zitationshilfe
„Staatsräson“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Staatsräson>, abgerufen am 21.07.2019.

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