Stöpsel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Stöpsels · Nominativ Plural: Stöpsel
Aussprache
WorttrennungStöp-sel
Wortbildung mit ›Stöpsel‹ als Letztglied: ↗Glasstöpsel · ↗Gummistöpsel · ↗Korkstöpsel
 ·  mit ›Stöpsel‹ als Grundform: ↗stöpseln
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
aufsteckbarer Verschluss, besonders von Flaschen
Beispiele:
der Stöpsel der Weinkaraffe, Wanne
eine Flasche mit einem Stöpsel verschließen
2.
Elektrotechnik spezieller Stecker in der handvermittelten Fernmeldetechnik
3.
umgangssprachlich, scherzhaft kleiner dicker Mensch
Beispiel:
so ein Stöpsel!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stöpsel · (zu)stöpseln
Stöpsel m. ‘verschließender Pfropfen’ (18. Jh.), früher bezeugt in übertragener Verwendung ‘kurzer dicker Mensch’ (17. Jh.), später ‘kleiner Junge’, gebildet mit dem Suffix ↗-sal, ↗-sel (s. d.) zu md. nd. stoppen ‘dicht machen, verschließen’ (s. ↗stopfen). Maskulines Genus erklärt sich wohl aus dem Einfluß von Stopfen, Korken, Pfropfen. (zu)stöpseln Vb. ‘mit einem Stöpsel verschließen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kleinkind · kleines Kind  ●  Stöpsel  ugs. · Teppichratte  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • dickes Kleinkind  ●  ↗Knubbel  ugs., fig., norddeutsch · ↗Wonneproppen  ugs., Hauptform
Assoziationen
  • das (ganze) Leben (noch) vor sich haben · jung an Jahren  ●  (gerade) den Kinderschuhen entwachsen  variabel · ↗jung (sein)  Hauptform · jung und hübsch  ugs. · jung und schön  ugs. · jung und unschuldig  ugs. · jung und unverbraucht  ugs.
Synonymgruppe
Pfropfen · ↗Proppen · ↗Stopfen · Stöpsel · Verschlussstopfen  ●  ↗Korken  Hauptform · ↗Stoppel (Flasche)  österr. · ↗Zapfen (Flasche)  schweiz.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Kopfhörer · ↗Ohrhörer  ●  Stöpsel  ugs.
Assoziationen
  • Musik · ↗Tonkunst  ●  Frau Musica (Allegorie)  geh. · Lala  ugs. · ↗Mucke  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfluß Badewanne Flasche Ohr Wanne entfernen gelb herausziehen rausziehen stecken stopfen verschließen zeihen ziehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Stöpsel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es saßen alle mit Stöpseln im Ohr auf ihren Plätzen.
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2004
Der Rand um den Stöpsel setzte Staub an, der aufflog, als ich einmal daran riechen wollte, um mich an den Duft zu erinnern.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 54
Als wenn man den Stöpsel aus ihrem Herz herausgezogen hätte.
Die Zeit, 13.09.2010, Nr. 37
Schnell zog er den Stöpsel aus der Zündschnur und schon hob er die Granate hoch, zum Wurf bereit.
Brief von Walter Ambroselli vom 19.01.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 141
Dann öffnete er den Flakon durch eine leichte Drehung des Stöpsels.
Süskind, Patrick: Das Parfum, Zürich: Diogenes 1985, S. 71
Zitationshilfe
„Stöpsel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Stöpsel>, abgerufen am 21.09.2019.

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