Städter, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Städters · Nominativ Plural: Städter
Aussprache
WorttrennungStäd-ter
WortzerlegungStadt-er
Wortbildung mit ›Städter‹ als Letztglied: ↗Großstädter · ↗Hansestädter · ↗Vorstädter
 ·  mit ›Städter‹ als Grundform: ↗verstädtern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
jmd., der durch die Lebensweise in der Stadt geprägt ist, Stadtmensch
Beispiel:
Ich bin nicht auf Landarbeit versessen, ich bin durch und durch Städter [SeghersTransit5,261]
2.
Stadtbewohner
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stadt · Städter · städtisch · verstädtern
Stadt f. ‘große, in sich geschlossene, ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum bildende Siedlung’. Mhd. stat ‘Ort, Stelle’ (s. ↗Statt) entwickelt im 12. Jh. die Bedeutung ‘Siedlung, Ortschaft’, nach mittelalterlichem Recht mit bestimmten Rechten (z. B. Marktrecht) und Privilegien ausgestattet, und konkurriert dabei mit der entsprechenden älteren Bezeichnung ahd. burg, mhd. burc ‘Burg, Stadt’ (s. ↗Burg), deren Stelle es allmählich einnimmt. Im 16. Jh. begegnet erstmals die Schreibung Stadt; eine eindeutige orthographische Unterscheidung zu Statt besteht jedoch erst seit dem 18. Jh. Städter m. ‘Bewohner einer Stadt’, mhd. steter; im Unterschied zu Bürger ohne politischen Bedeutungsinhalt. städtisch Adj. ‘eine Stadt, die Stadtverwaltung betreffend, zu ihr gehörend, von ihr verwaltet’ (15. Jh.). verstädtern Vb. ‘städtische Lebensform annehmen, zu städtischem Lebensraum werden’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Stadtbewohner · ↗Stadtmensch · Städter
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausflugsziel Bauer Dorfbewohner Dörfler Landbevölkerung Landbewohner Landei Landmann Lebensgefühl Nomade arrogant aufgeklärt betucht eingefleischt entfremdet erholungsbedürftig erholungssuchend gebildet gestresst hinausziehen neureich reich sehnen streßgeplagt verdienend verweichlicht verwöhnt wohlhabend zivilisationsmüd zugezogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Städter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wichtiger für den Städter allerdings wurde das Glas in seiner Verwendung als Fenster.
Der Tagesspiegel, 31.03.1997
Er sagte mir auch, das arme Haus habe schon viele sentimentale Städter beeindruckt.
Die Zeit, 21.01.1980, Nr. 03
Daher hat es sich der Städter, der rascher mit dem Munde ist, angewöhnt, von dem »dummen und groben Bauern« zu sprechen.
Bartz-Friedenau, Marie Luise: Willst genau du wissen, was sich schickt? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 17812
Als einer von den Städtern zur Diskussion aufforderte, schwieg man betreten.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 347
Allmählich drang aber auch in dieses Gebiet der Islam vor, zuerst von den Fürsten, dann von den Städtern übernommen.
Bertaux, Pierre: Afrika bis zum Kommen der Europäer. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17534
Zitationshilfe
„Städter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Städter>, abgerufen am 19.04.2019.

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