Springer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Springers · Nominativ Plural: Springer
Aussprache
WorttrennungSprin-ger
Wortzerlegungspringen-er
Wortbildung mit ›Springer‹ als Erstglied: ↗Springerin  ·  mit ›Springer‹ als Letztglied: ↗Fallschirmspringer · ↗Hochspringer · ↗Kunstspringer · ↗Nachwuchsspringer · ↗Schispringer · ↗Skispringer · ↗Spezialspringer · ↗Turmspringer · ↗Wasserspringer · ↗Weitspringer
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Sportler einer Disziplin, bei der das Springen zum Wettkampf gehört
Beispiel:
die Springer standen an der Anlaufbahn, auf der Sprungschanze, unter dem Sprungturm
2.
Tier, das sich überwiegend springend fortbewegt
Beispiel:
Heuschrecken, Flöhe, Frösche, Kängurus sind Springer
3.
Fachmann, der in seinem Beruf jede benötigte Tätigkeit beherrscht und zur Vermeidung von Unterbrechungen im Arbeitsablauf, Dienstablauf abwechselnd an verschiedenen Arbeitsplätzen beschäftigt wird
Beispiel:
An jedem Band arbeiten fünf bis sechs Springer, die jede Nähposition beherrschen [Sibylle1969]
4.
Schach Figur, die sich im Rösselsprung bewegt und als einzige über eigene oder gegnerische Steine springen darf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

springen · bespringen · beispringen · entspringen · überspringen · vorspringen · Vorsprung · Springer · Springbrunnen · Springflut · Springinsfeld
springen Vb. ‘durch einen Sprung vom Boden weg-, in die Höhe schnellen, bersten’. Das bis auf das Got. gemeingerm. bezeugte, stark flektierende Verb ahd. springan (8. Jh.), mhd. springen ‘springen, tanzen, eilend gehen, laufen, hervorquellen, wallen, wachsen’, asächs. springan, mnd. springen, mnl. springhen, nl. springen, afries. springa, aengl. springan, engl. to spring, anord. springa, auch ‘bersten’, schwed. springa (germ. *sprengan) läßt sich im Sinne von ‘hastig auffahren, hervorbrechen’ mit nichtnasaliertem aind. spṛhayati ‘eifert, verlangt eifrig’, griech. spérchesthai (σπέρχεσθαι) ‘einherstürmen, sich drängen, aufgebracht, leidenschaftlich bewegt sein’ vergleichen, so daß Anschluß an ie. *sperg̑h-, *spreg̑h-, nasaliert *spreng̑h- ‘sich hastig bewegen, eilen, springen’, eine Erweiterung der unter ↗Sporn (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)er(ə)- ‘zucken, zappeln, schnellen’, möglich ist. bespringen Vb. ‘(von Rindern, Pferden u. ä.) auf ein weibliches Tier zur Begattung steigen’ (18. Jh.), mhd. bespringen ‘benetzen’. beispringen Vb. ‘helfen, beistehen’ (15. Jh.). entspringen Vb. ‘entlaufen, hervorspringen’, ahd. intspringan (8. Jh.), mhd. entspringen ‘wegspringen, entrinnen, hervorsprudeln, erwachen’. überspringen Vb. ‘springend über etw. hinwegsetzen, überholen, übergehen, unbeachtet lassen, auslassen’, ahd. ubarspringan (um 1000), mhd. überspringen. vorspringen Vb. ‘nach vorn springen, weit herausragen (aus einem zurückliegenden Ganzen)’, ahd. furispringan (10. Jh.), mhd. vorspringen ‘vor(aus)springen, anspringen, übertreffen’; Vorsprung m. ‘schnelle Bewegung nach vorn, räumlicher und zeitlicher Gewinn in Vorwärtsbewegung und Entwicklung gegenüber anderen, vorragender Teil an Bauwerken, Felsen’, mhd. vorsprunc. Springer m. ‘wer springt’, mhd. springer, auch ‘Tänzer, Gaukler’; Bezeichnung einer als Pferd dargestellten Schachfigur (17. Jh.). Springbrunnen m. ‘sprudelnde Quelle’, dann besonders ‘Fontäne’ (17. Jh.). Springflut f. ‘große Meeresflut’ (16. Jh.). Springinsfeld m. ‘junger, leichtfüßiger und unbekümmerter Mensch’ (17. Jh.), nd. ein springe ynt velt (16. Jh.), eigentlich springe in das Feld, imperativischer Satzname, anfänglich Bezeichnung für Soldaten und Landsknechte (Grimmelshausen).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Docke  fachspr. · Springer  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Pferd · ↗Ross · ↗Rössel  ●  Springer  Hauptform · ↗Pferdchen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Durchgang Finale Jury Kombinierer Läufer Stellung Werfer abbrechen acht fünf fünfzehn neun sechs vier zwölf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Springer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie löste Schwarz sogar siegbringend das Problem seines scheinbar rettungslos verlorenen Springers?
Die Zeit, 16.06.2004, Nr. 25
Inzwischen gibt es Überlegungen, leicht gewichtigen Springern die Skier zu kürzen.
Der Tagesspiegel, 31.12.2003
Beim guten Springer wird sich meist nur eine entsprechende Verbesserung als notwendig erweisen.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 97
Manchen Meister des Fachs habe ich später gehört, keiner reichte hierin an Springer heran.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 4688
Aber das ist eben zu umständlich und es ist leichter, »Springer« zu sagen und bedeutet dasselbe.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 400
Zitationshilfe
„Springer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Springer>, abgerufen am 16.06.2019.

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