Spieler, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Spielers · Nominativ Plural: Spieler
Aussprache
WorttrennungSpie-ler
Wortzerlegungspielen-er
Wortbildung mit ›Spieler‹ als Erstglied: ↗Spielerfrau · ↗Spielergehalt · ↗Spielerin · ↗Spielernatur · ↗spielerisch
 ·  mit ›Spieler‹ als Letztglied: ↗Abwehrspieler · ↗Akkordeonspieler · ↗Alleinspieler · ↗Allroundspieler · ↗Angriffsspieler · ↗Aufbauspieler · ↗Auswahlspieler · ↗Auswechselspieler · ↗Außenspieler · ↗Ballspieler · ↗Basketballspieler · ↗Billardspieler · ↗Bundesligaspieler · ↗CD-Spieler · ↗Charakterspieler · ↗Chargenspieler · ↗Cricketspieler · ↗Defensivspieler · ↗Einzelspieler · ↗Ersatzspieler · ↗Falschspieler · ↗Flötenspieler · ↗Flügelspieler · ↗Fußballspieler · ↗Führungsspieler · ↗Gegenspieler · ↗Gewohnheitsspieler · ↗Gitarrenspieler · ↗Golfspieler · ↗Handballspieler · ↗Hasardspieler · ↗Hockeyspieler · ↗Kartenspieler · ↗Kegelspieler · ↗Klavierspieler · ↗Kricketspieler · ↗Lautenspieler · ↗Lizenzspieler · ↗Mittelfeldspieler · ↗Mundharmonikaspieler · ↗Nachwuchsspieler · ↗Nationalspieler · ↗Nebenspieler · ↗Plattenspieler · ↗Pokerspieler · ↗Polospieler · ↗Posaunenspieler · ↗Puppenspieler · ↗Reservespieler · ↗Roulettespieler · ↗Rückraumspieler · ↗Schachspieler · ↗Schattenspieler · ↗Schauspieler · ↗Skatspieler · ↗Solospieler · ↗Spitzenspieler · ↗Stammspieler · ↗Taschenspieler · ↗Tischtennisspieler · ↗Topspieler · ↗Vertragsspieler · ↗Vetospieler · ↗Volleyballspieler · ↗Wasserballspieler · ↗Weltklassespieler · ↗Whistspieler · ↗Wunschspieler · ↗Zitherspieler · ↗Zweitligaspieler
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
jmd., der an einem (sportlichen) Spiel teilnimmt
Beispiele:
er ist ein fähiger, hervorragender, fairer Spieler
drei Spieler gehören zu einer Skatrunde
2.
abwertend jmd., der dem Glücksspiel verfallen ist
Beispiel:
daß er ein Spieler war, der alles bis aufs Hemd verspielt hatte [Hofmannsth.Erzählungen121]
3.
jmd., der ein Musikinstrument spielt
Beispiel:
der Spieler beherrschte sein Instrument
4.
umgangssprachlich jmd., der als Schauspieler auftritt
Beispiel:
die Spieler probten schon im Kostüm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spiel · spielen · spielend · abspielen · aufspielen · zuspielen · Anspielung · Spieler · spielerisch · Spielmann · Spielraum · Spielsachen · Spielwaren · Spielzeug
Spiel n. ‘nicht auf Nutzen ausgerichtete, vergnügliche, mit Ernst betriebene Tätigkeit, Zeitvertreib, Vergnügen, Wettkampf’. Die Herkunft des nur kontinentalwestgerm. bezeugten Substantivs (bzw. Verbs, s. unten) ahd. (9. Jh.), mhd. spil ‘Tanz, Zeitvertreib, Scherz, Unterhaltung, Vergnügen, Musik, Waffen-, Kampfspiel, Wettkampf’, asächs. spil, mnd. mnl. spel, spil, nl. spel, afries. spil, spel (schwed. spel, dän. spil, norw. spill sind wie aengl. spilian, schwed. spela, dän. spille Entlehnungen) ist unbekannt. Vom Substantiv westgerm. *spila- ist abgeleitet schwach flektierendes spielen Vb. ahd. spilōn (8. Jh.), mhd. spiln, spilen ‘Scherz treiben, sich vergnügen (mit Leibesübungen, Kampfspiel, Brett- oder Würfelspiel), sich lebhaft bewegen, fröhlich sein, musizieren’, asächs. spilon, mnd. spēlen, spillen, mnl. spēlen, nl. spelen, afries. spilia (westgerm *spilōn). Die Ausgangsbedeutung ist ‘Tanz, tänzerische Bewegung’ bzw. ‘tanzen, sich lebhaft bewegen’. Das Substantiv erscheint vielfach in festen Wendungen, vgl. das Spiel verderben ‘einen Spaß zunichte machen’, (mit) im Spiel sein ‘aktiv beteiligt sein, von Bedeutung sein’ (16. Jh.), die Hand mit im Spiel haben ‘beteiligt sein’, ins Spiel bringen ‘beteiligen, einbeziehen’ (18. Jh.). spielend Adv. ‘leicht, mühelos wie im Spiel’ (17. Jh.), eigentlich Part. Präs. zum oben genannten Verb. abspielen Vb. ‘probeweise durchspielen’ (16. Jh.), ‘etw. bis zum Ende darbieten’ (17. Jh.), ‘(sich) durch Spielen ermüden, abnutzen’ (17. Jh.), ‘abgewinnen’ im Spiel (17. Jh.), ‘von einer Vorlage spielen’ (19. Jh.), im Fußball ‘den Ball an den nächsten Spieler abgeben’, auch ‘eine Schallplatte, ein Tonband ablaufen lassen’ (20. Jh.), reflexiv ‘sich ereignen, vor sich gehen’ (Anfang 19. Jh.). aufspielen Vb. ‘(auf einem Instrument Musik) vortragen, musizieren’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich in den Vordergrund rücken, großtun’ (19. Jh.). zuspielen Vb. ‘jmdm. etw. (heimlich) verschaffen, einen Vorteil zukommen lassen’ (17. Jh., ausgehend vom Kartenspiel). Anspielung f. ‘(versteckte) Andeutung’ (17. Jh.), nach gleichbed. lat. allūsio. Spieler m. ‘wer spielt’ (besonders Schauspieler), ‘wer ein Glücksspiel spielt’, ahd. spilāri ‘Handpaukenschläger, Tänzer, Gaukler, Schauspieler’ (um 900), mhd. spilære, spiler. spielerisch Adj. ‘ohne ernste Absicht, locker, leicht’ (17. Jh.), ‘wie ein Spieler’ (16. Jh.). Spielmann m. ‘volkstümlicher Musikant’ (16. Jh.), ‘Regimentsmusiker’ (18. Jh.), ahd. spilman ‘Spaßmacher, Schauspieler, Musiker’ (9. Jh.), mhd. spilman ‘fahrender Sänger, Musikant, Gaukler’. Spielraum m. ‘Bewegungsraum, Möglichkeit’ (18. Jh.); anfangs besonders das Verhältnis der Weite eines Geschützrohres zu dem angepaßten, die Gleitfähigkeit gewährenden Durchmesser des Geschosses. Spielsachen Plur. ‘für Kinder zum Spielen hergestellte Gegenstände’, Spielwaren Plur. ‘Spielsachen als Handelsgegenstand’ (beide 18. Jh.). Spielzeug n. ‘Spielsachen’ (17. Jh.), ‘Musikinstrument’ (17. Jh.), ‘Gewinnspiel, Brett-, Würfel-, Kartenspiel’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Glücksspieler · Spieler  ●  ↗Gamer  ugs. · ↗Zocker  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fan Kader Mannschaft Team Trainer Turnier Verein acht ander ausländisch deutsch drei einzeln einzig elf erfahren fünf gut holen jung neu sechs sieben verletzt verpflichten vier wertvoll wichtig zwei überragend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spieler‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich finde das aber gut, für die Spieler ist es super.
Die Zeit, 06.12.2013 (online)
Sehr bald habe ich gemerkt, wie wichtig solche Spieler sind.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 383
Unter dem Fenster schimpften Spieler, die ihr Geld verloren hatten.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 14
Man hat noch keinen Spieler getroffen, dem es an Zeit gebrach, zu spielen.
Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 99
Bislang verdiente aber kaum eine Leistung eines Nürnberger Spielers überhaupt nur das Prädikat "befriedigend".
Die Welt, 21.03.2006
Zitationshilfe
„Spieler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Spieler>, abgerufen am 15.10.2019.

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