Spektakel, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Spektakels · Nominativ Plural: Spektakel · wird meist im Singular verwendet
Nebenform veraltet Spektakel · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Spektakels · Nominativ Plural: Spektakel · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSpek-ta-kel
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Spektakel‹ als Erstglied: ↗Spektakelmacher  ·  mit ›Spektakel‹ als Letztglied: ↗Affenspektakel · ↗Heidenspektakel · ↗Höllenspektakel · ↗Medienspektakel1 · ↗Mordsspektakel
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich Lärm, Krach, Radau
Beispiele:
(einen großen, heillosen) Spektakel machen
mach keinen (solchen) Spektakel
wenn er das erfährt, gibt es einen schönen, tollen Spektakel (= lauten Auftritt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spektakel · spektakeln · spektakulär
Spektakel n. ‘Schauspiel’, m. ‘Lärm’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. spectāculum n. ‘Anblick, Schau, Schauspiel (Theater, Zirkus), Bühne, Schauplatz, Wunderwerk’, Ableitung von lat. spectāre ‘(an)sehen, anschauen, betrachten’, dem Intensivum zu lat. specere (spectum) ‘sehen’. Der lat. Bedeutung folgend, steht Spektakel zunächst für ‘Schauspiel, theatralische Aufführung, Schaustellung’, auch für ‘Schrecken, Trauer oder Mitleid erregende Szenen’ sowie für ‘bewegte, lärmende Volksszenen’ (Hinrichtungen, Einbringung von Gefangenen und dgl.). Daraus entwickelt sich im 18. Jh. einerseits ‘ärgerlicher, aufsehenerregender Auftritt, Spott, Schande’, andererseits ‘Lärm, Krach, Getöse, Tumult, Zank, Streit’, dieses (in Anlehnung an Synonyma wie Krach, Lärm) mit Übergang zum maskulinen Genus. Spektakel m. ‘Lärm, Krach, Streit’, verbreitet durch die Studentensprache, ist heute überwiegend, Spektakel n. ‘Schauspiel’ seltener gebräuchlich. spektakeln Vb. ‘lärmen’ (Ende 18. Jh.). spektakulär Adj. ‘aufsehenerregend, sensationell’ (Mitte 20. Jh.), in Anlehnung an frz. spectaculaire (Anfang 20. Jh.); vgl. engl. spectacular (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schauspiel · Spektakel
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Großereignis · Hype-Event · Hypeevent · Spektakel · besonderes Ereignis  ●  ↗Event  engl. · ↗Spektakulum  scherzhaft, lat.
Synonymgruppe
Aufruhr · ↗Krawall · ↗Lärm · ↗Rabatz · ↗Randale · Spektakel · ↗Tumult · ↗Unruhe  ●  ↗(die) Welle  ugs. · ↗Aufstand  ugs. · ↗Terz  ugs. · ↗Theater  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

alljährlich beiwohnen blutig blutrünstig bunt dreitägig farbenfroh farbenprächtig faszinierend gigantisch grandios grausig inszenieren inszeniert lärmend maritim medial medienwirksam mittelalterlich multimedial nächtlich ohrenbetäubend pyrotechnisch unterhaltsam unwürdig veranstalten verfolgen viertägig visuell zweitägig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spektakel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das viertägige Spektakel wird in diesem Jahr eine Nummer kleiner.
Die Welt, 01.09.2005
Ein solches Spektakel werden wir so schnell nicht wieder erleben.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 1008
In einem peinlichen Spektakel haben alle ins Spiel gebrachten hochrangigen Manager dankend abgewunken.
Der Tagesspiegel, 15.07.2002
Geht die Entwicklung dahin, Filme immer mehr als optische Spektakel anzulegen?
Der Spiegel, 19.03.2001
Was ist das für ein Spektakel, ich bitte mir Ruhe aus.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Oberstleutnants Roos. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 986
Zitationshilfe
„Spektakel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Spektakel#1>, abgerufen am 21.10.2019.

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Spektakel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Spektakels · Nominativ Plural: Spektakel
WorttrennungSpek-ta-kel
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Spektakel‹ als Letztglied: ↗Medienspektakel2 · ↗Theaterspektakel
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
veraltet (Aufsehen erregendes, die Schaulust befriedigendes) Theaterstück
b)
Aufsehen erregender Vorgang, Anblick; Schauspiel
c)
große, viele Zuschauer, Besucher anlockende Veranstaltung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spektakel · spektakeln · spektakulär
Spektakel n. ‘Schauspiel’, m. ‘Lärm’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. spectāculum n. ‘Anblick, Schau, Schauspiel (Theater, Zirkus), Bühne, Schauplatz, Wunderwerk’, Ableitung von lat. spectāre ‘(an)sehen, anschauen, betrachten’, dem Intensivum zu lat. specere (spectum) ‘sehen’. Der lat. Bedeutung folgend, steht Spektakel zunächst für ‘Schauspiel, theatralische Aufführung, Schaustellung’, auch für ‘Schrecken, Trauer oder Mitleid erregende Szenen’ sowie für ‘bewegte, lärmende Volksszenen’ (Hinrichtungen, Einbringung von Gefangenen und dgl.). Daraus entwickelt sich im 18. Jh. einerseits ‘ärgerlicher, aufsehenerregender Auftritt, Spott, Schande’, andererseits ‘Lärm, Krach, Getöse, Tumult, Zank, Streit’, dieses (in Anlehnung an Synonyma wie Krach, Lärm) mit Übergang zum maskulinen Genus. Spektakel m. ‘Lärm, Krach, Streit’, verbreitet durch die Studentensprache, ist heute überwiegend, Spektakel n. ‘Schauspiel’ seltener gebräuchlich. spektakeln Vb. ‘lärmen’ (Ende 18. Jh.). spektakulär Adj. ‘aufsehenerregend, sensationell’ (Mitte 20. Jh.), in Anlehnung an frz. spectaculaire (Anfang 20. Jh.); vgl. engl. spectacular (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schauspiel · Spektakel
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Großereignis · Hype-Event · Hypeevent · Spektakel · besonderes Ereignis  ●  ↗Event  engl. · ↗Spektakulum  scherzhaft, lat.
Synonymgruppe
Aufruhr · ↗Krawall · ↗Lärm · ↗Rabatz · ↗Randale · Spektakel · ↗Tumult · ↗Unruhe  ●  ↗(die) Welle  ugs. · ↗Aufstand  ugs. · ↗Terz  ugs. · ↗Theater  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

alljährlich beiwohnen blutig blutrünstig bunt dreitägig farbenfroh farbenprächtig faszinierend gigantisch grandios grausig inszenieren inszeniert lärmend maritim medial medienwirksam mittelalterlich multimedial nächtlich ohrenbetäubend pyrotechnisch unterhaltsam unwürdig veranstalten verfolgen viertägig visuell zweitägig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Spektakel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das viertägige Spektakel wird in diesem Jahr eine Nummer kleiner.
Die Welt, 01.09.2005
Ein solches Spektakel werden wir so schnell nicht wieder erleben.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 1008
In einem peinlichen Spektakel haben alle ins Spiel gebrachten hochrangigen Manager dankend abgewunken.
Der Tagesspiegel, 15.07.2002
Geht die Entwicklung dahin, Filme immer mehr als optische Spektakel anzulegen?
Der Spiegel, 19.03.2001
Was ist das für ein Spektakel, ich bitte mir Ruhe aus.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Oberstleutnants Roos. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 986
Zitationshilfe
„Spektakel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Spektakel#2>, abgerufen am 21.10.2019.

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