Speise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Speise · Nominativ Plural: Speisen
Aussprache
WorttrennungSpei-se
Wortbildung mit ›Speise‹ als Erstglied: ↗Speiseaufzug · ↗Speiseeis · ↗Speisefett · ↗Speisefisch · ↗Speisefolge · ↗Speisegaststätte · ↗Speisehaus · ↗Speisekammer · ↗Speisekarte · ↗Speisekartoffel · ↗Speisekessel · ↗Speiselokal · ↗Speisenaufzug · ↗Speisenfolge · ↗Speisenkarte · ↗Speisepilz · ↗Speiseplatte · ↗Speisequark · ↗Speiseraum · ↗Speiserest · ↗Speiserestaurant · ↗Speiseröhre · ↗Speisesaal · ↗Speisesalz · ↗Speiseschrank · ↗Speiseservice · ↗Speisewagen · ↗Speisezettel · ↗Speisezimmer · ↗Speisezwiebel
 ·  mit ›Speise‹ als Letztglied: ↗Apfelsinenspeise · ↗Eierspeise · ↗Fastenspeise · ↗Fleischspeise · ↗Götterspeise · ↗Hauptspeise · ↗Karamellspeise · ↗Leibspeise · ↗Lieblingsspeise · ↗Lockspeise · ↗Mehlspeise · ↗Milchspeise · ↗Nachspeise · ↗Nationalspeise · ↗Obstspeise · ↗Quarkspeise · ↗Reisspeise · ↗Süßspeise · ↗Vorspeise · ↗Zitronenspeise
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
das einzelne Gericht, Essen
Beispiele:
eine süße, saure, gut zubereitete, wohlschmeckende, (scharf) gewürzte, köstliche, (aus)erlesene, leckere, schmackhafte, sättigende, nahrhafte, verdorbene, versalzene, angebrannte, ungenießbare Speise
warme Speisen
kalte Speisen gibt es am Büfett
eine Speise zubereiten, würzen, abschmecken, kosten, auftragen, austeilen, aufwärmen
umgangssprachlich eine Speise auftun
von einer Speise kosten
etw. dient als, zur Speise
diese Speise ist schlecht, sauer geworden, verschimmelt, verdorben
die Anrichtung der, von Speisen
die Karte enthält ein vielfältiges Angebot an Speisen
welche Speisen können Sie empfehlen, Herr Ober?
gehoben jede Nahrung in fester Form
Beispiele:
Speis und Trank
das tägliche Sattwerden an reichlicher Speise tat ihm wohl [HesseNarziß5,151]
2.
Süßspeise, Nachtisch
Beispiel:
als Speise gab es Pudding
3.
süddeutsch, österreichisch kleiner Raum zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, Speisekammer
österreichisch Speiseschrank
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speise · speisen · abspeisen · verspeisen · Speisung · Speisekammer
Speise f. ‘feste bzw. zubereitete Nahrung, Gericht’, ahd. spīsa (9. Jh.), mhd. spīse ‘feste Nahrung, Kost, Lebensmittel, eigene Haushaltung’, auch ‘Metallgemisch zum Glockenguß’ (vgl. Glockenspeise), mnd. mnl. spīse, nl. spijs, afries. spise ist entlehnt aus mlat. *spēsa (vgl. aital. spesa Sing. ‘Nahrung’, spese Plur. ‘Vorräte’), einem Wort der Klostersprache, dessen aus mlat. spensa, expensa ‘Nahrung, Lebensmittel’ entwickeltes geschlossenes ē mit germ. ī wiedergegeben wird. Zugrunde liegt lat. expēnsa f. ‘Ausgabe, Aufwand’, kirchenlat. (Klostersprache) ‘Lebensunterhalt, Proviant’, das (wohl aus einer Fügung pecūnia expēnsa ‘ausgegebenes Geld’) substantivierte Part. Perf. von lat. expendere ‘gegeneinander aufwägen, abwägen, erwägen, auszahlen, ausgeben, bezahlen’. Die gleiche Lautentwicklung von ē zu germ. ī, nhd. ei zeigen ↗Feier, ↗Kreide, ↗Seide (s. d.). speisen Vb. in gehobener Sprache ‘eine Mahlzeit einnehmen, essen’, transitiv ‘zu essen geben, versorgen’, mhd. spīsen, auch ‘Metalle miteinander mischen’. abspeisen Vb. ‘beköstigen, aufhören zu essen’ (16. Jh.), übertragen ‘jmdn. unbefriedigend, mit wenigem abfertigen, vertrösten’ (17. Jh.). verspeisen Vb. ‘aufessen’ (17. Jh.). Speisung f. ‘Beköstigung’, mhd. spīsunge, auch ‘Proviant’. Speisekammer f. ‘Vorratsraum für Nahrungsmittel’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Essen · ↗Gericht · ↗Mahl · ↗Mahlzeit · Speise
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anrichten Bereitung Getränk Trank Zubereiten Zubereitung angerichtet auftragen bekömmlich bereitet blähend erlesen gekocht genossen gereicht gewürzt köstlich leck leichtverdaulich nahrhaft pikant schmackhaft süß verabscheuen verdaulich verdorben vorsetzen wohlschmeckend zubereiten zubereitet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Speise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier erklärt er alle Speisen, die der hungrigen jungen Frau vorgesetzt werden, für ihrer unwürdig und fegt sie vom Tisch.
Fath, Rolf: Werke - W. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22003
Bis heute bietet der Spanische Club seinen Gästen ausgewählte Speisen.
Der Tagesspiegel, 27.09.1997
Die Liste der ekligen Speisen mit euphemistischen Namen ließe sich lange fortsetzen.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.1996
Man mußte gerade dabei gewesen sein, die Speisen auf den Tisch zu bringen.
Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 2
Mit dem bloßen Sehen der Speise beginnt demnach das Schmecken.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 123
Zitationshilfe
„Speise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Speise#1>, abgerufen am 18.10.2019.

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Speise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Speise · Nominativ Plural: Speisen
Aussprache
WorttrennungSpei-se
eWDG, 1976

Bedeutung

fachsprachlich Glockenspeise
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speise · speisen · abspeisen · verspeisen · Speisung · Speisekammer
Speise f. ‘feste bzw. zubereitete Nahrung, Gericht’, ahd. spīsa (9. Jh.), mhd. spīse ‘feste Nahrung, Kost, Lebensmittel, eigene Haushaltung’, auch ‘Metallgemisch zum Glockenguß’ (vgl. Glockenspeise), mnd. mnl. spīse, nl. spijs, afries. spise ist entlehnt aus mlat. *spēsa (vgl. aital. spesa Sing. ‘Nahrung’, spese Plur. ‘Vorräte’), einem Wort der Klostersprache, dessen aus mlat. spensa, expensa ‘Nahrung, Lebensmittel’ entwickeltes geschlossenes ē mit germ. ī wiedergegeben wird. Zugrunde liegt lat. expēnsa f. ‘Ausgabe, Aufwand’, kirchenlat. (Klostersprache) ‘Lebensunterhalt, Proviant’, das (wohl aus einer Fügung pecūnia expēnsa ‘ausgegebenes Geld’) substantivierte Part. Perf. von lat. expendere ‘gegeneinander aufwägen, abwägen, erwägen, auszahlen, ausgeben, bezahlen’. Die gleiche Lautentwicklung von ē zu germ. ī, nhd. ei zeigen ↗Feier, ↗Kreide, ↗Seide (s. d.). speisen Vb. in gehobener Sprache ‘eine Mahlzeit einnehmen, essen’, transitiv ‘zu essen geben, versorgen’, mhd. spīsen, auch ‘Metalle miteinander mischen’. abspeisen Vb. ‘beköstigen, aufhören zu essen’ (16. Jh.), übertragen ‘jmdn. unbefriedigend, mit wenigem abfertigen, vertrösten’ (17. Jh.). verspeisen Vb. ‘aufessen’ (17. Jh.). Speisung f. ‘Beköstigung’, mhd. spīsunge, auch ‘Proviant’. Speisekammer f. ‘Vorratsraum für Nahrungsmittel’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Essen · ↗Gericht · ↗Mahl · ↗Mahlzeit · Speise
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anrichten Bereitung Getränk Trank Zubereiten Zubereitung angerichtet auftragen bekömmlich bereitet blähend erlesen gekocht genossen gereicht gewürzt köstlich leck leichtverdaulich nahrhaft pikant schmackhaft süß verabscheuen verdaulich verdorben vorsetzen wohlschmeckend zubereiten zubereitet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Speise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier erklärt er alle Speisen, die der hungrigen jungen Frau vorgesetzt werden, für ihrer unwürdig und fegt sie vom Tisch.
Fath, Rolf: Werke - W. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22003
Bis heute bietet der Spanische Club seinen Gästen ausgewählte Speisen.
Der Tagesspiegel, 27.09.1997
Die Liste der ekligen Speisen mit euphemistischen Namen ließe sich lange fortsetzen.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.1996
Man mußte gerade dabei gewesen sein, die Speisen auf den Tisch zu bringen.
Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 2
Mit dem bloßen Sehen der Speise beginnt demnach das Schmecken.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 123
Zitationshilfe
„Speise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Speise#2>, abgerufen am 18.10.2019.

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