Sonnenfleck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSon-nen-fleck
WortzerlegungSonneFleck1
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Astronomie Gebiet auf der Sonnenoberfläche, das sich durch seine dunklere Färbung von der Umgebung abhebt
2.
seltener Sommersprosse
3.
gehoben von der Sonne beschienene Stelle auf einer im Übrigen im Schatten liegenden Fläche
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sonne · sonnen · sonnig · Sonnenblume · Sonnenfinsternis · Sonnenfleck · Sonnenschein · Sonnenstich · Sonnenstrahl · Sonnenuhr · Sonnenwende
Sonne f. ‘der Erde Licht und Wärme spendender Himmelskörper’, ahd. sunna f. (8. Jh.), sunno m. (11. Jh.), mhd. sunne f. m., (md.) sonne, auch ‘Tageslicht, östliche Himmelsgegend’, asächs. sunna f., sunno m., mnd. sunne, mnl. sonne, nl. zon, afries. sunne, sonne, senne, sinne, aengl. sunne f., sunna m., engl. sun, anord. sunna, got. sunnō (germ. *sunnō) und awest. xvan- ‘Sonne’ stehen neben (ein l enthaltenden) anord. sōl, schwed. sol, got. sauil (germ. *sōwula-, *sōwila-) sowie awest. hvar-, aind. sū́ryaḥ, svàḥ, griech. hḗlios (ἥλιος, aus *σαϜέλιος), lat. sōl, kymr. haul ‘Sonne’, air. sūil (aus *sūli-) ‘Auge’, lit. sáulė, aslaw. slъnece, russ. sólnce (солнце). Die Formen weisen auf einen alten l/n-Stamm ie. *sau̯el-, *s(u)u̯el-, *sūl- mit einer die obliquen Kasus bildenden Stammform *su̯en-, *sun- ‘Sonne’, zu dem wohl die unter ↗schwelen (s. d.) genannte Wurzel ie. *su̯el- ‘schwelen, brennen’ gehört. sonnen Vb. meist reflexiv ‘von der Sonne bescheinen lassen’, mhd. sünnen, sunnen, frühnhd. sonnen, sönnen. sonnig Adj. ‘voller Sonne’ (18. Jh.), älter sonnicht (17. Jh.), sonnechtig (16. Jh.); vgl. mhd. sunneclich. Sonnenblume f. Name verschiedener Blumenarten, die in der Farbe und den strahlenförmig angeordneten Blüten als Abbild der Sonne gelten (16. Jh.). Sonnenfinsternis f. ‘Verfinsterung der Sonne durch das Dazwischentreten des Mondes’ (16. Jh.); vgl. frühnhd. sunnenfinster f. (15. Jh.). Sonnenfleck m. ‘dunkler Fleck in der Sonne’ (17. Jh.), zuvor ‘Sommersprosse’ (16. Jh.). Sonnenschein m. ‘Licht, Strahlen der Sonne’, mhd. sunne(n)schīn. Sonnenstich m. ‘das heiße, stechende Scheinen der Sonne’ (17. Jh.), ‘Gehirnschädigung durch intensive Einwirkung von Sonnenstrahlen auf den Kopf’ (18. Jh.). Sonnenstrahl m. (17. Jh.). Sonnenuhr f. frühnhd. sunnen ur (15. Jh.). Sonnenwende f. ‘Tag des Sommer- oder Winterbeginns, an dem die Sonne ihren höchsten oder niedrigsten Stand hat’, eigentlich ‘Umkehr der Sonne’, mhd. sunnewende ‘Sonnenwende im Sommer, Johannistag’; vgl. auch frühnhd. sunnenstat, -stant (15. Jh.), mhd. -standunge, das lat. sōlstitium ‘Sonnenwende’, eigentlich ‘Sonnenstillstand’ (zu lat. sistere ‘anhalten, stillstehen’), nachgebildet ist im Hinblick auf die Vorstellung, daß die Sonne auf ihrem Höchst- und Tiefstpunkt anhalte. Anders ahd. sunnawendīg Adj. (von einem Edelstein) ‘das Sonnenlicht verwandelnd’ (um 1000).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der für die Eruptionen verantwortliche Sonnenfleck dreht sich von der Erde weg.
Die Welt, 31.10.2003
Ich schob meinen Kopf in den Sonnenfleck und schloß die Augen.
Maron, Monika: Stille Zeile Sechs, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1991, S. 16
In der Eruptionsregion befindet sich auch der größte Sonnenfleck der letzten zehn Jahre.
Süddeutsche Zeitung, 05.04.2001
Die Sonnenflecke mag er nicht, aber er liebt die Sonne.
Die Zeit, 23.09.1966, Nr. 39
Er entdeckt, dass an der Struktur eines Sonnenfleckes dessen Bipolarität zu erkennen ist.
Der Tagesspiegel, 09.10.2004
Zitationshilfe
„Sonnenfleck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Sonnenfleck>, abgerufen am 23.10.2019.

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