Sittenbild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSit-ten-bild (computergeneriert)
WortzerlegungSitteBild
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Beschreibung, Schilderung der Sitten einer Zeit, eines Landes, bestimmter Gesellschaftsschichten oder Gesellschaftsklassen
Beispiel:
der Autor entwirft in diesem Roman ein realistisches Sittenbild der damaligen Zeit
2.
bildliche Darstellung, die einen typischen Ausschnitt aus dem täglichen Leben von Vertretern einer bestimmten Gesellschaftsschicht oder Gesellschaftsklasse zeigt, Genrebild
Beispiel:
ein bäuerliches Sittenbild von Pieter Bruegel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Generation Provinz entwerfen malen realistisch satirisch verdichten zeichnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sittenbild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach diesem Sittenbild einer deutschen Ehe war dem Mann unbedingt zu verzeihen.
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2003
Ein Thriller ist es allerdings nicht, eher ein wunderbar gelungenes, gruseliges Sittenbild.
Der Tagesspiegel, 22.01.1999
Wo hätten wir wohl sonst eine reinere, naivere Quelle für Sittenbilder jener Zeit?
Die Zeit, 16.02.1959, Nr. 07
Doch er schuf auch ernste Sittenbilder, eine Sonderausstellung zeigt sogar erotische Werke.
Bild, 30.11.2002
Ein Sittenbild aus dem montenegrinischen Volksleben ist durch Gegenstand und Ausführung gleich interessant.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 01.03.1910
Zitationshilfe
„Sittenbild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Sittenbild>, abgerufen am 24.04.2019.

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