Signum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Signums · Nominativ Plural: Signa
Aussprache
WorttrennungSig-num
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

(abgekürzte) Unterschrift, Namenszug
Beispiel:
die handschriftlichen Signa der Vertragspartner
(abgekürzte) Unterschrift, Monogramm, Zeichen eines Künstlers zur Kennzeichnung der Urheberschaft
Beispiel:
das Signum eines Grafikers
übertragen
Beispiel:
Das Frühstücksei war ihm immer als ein Signum (= Kennzeichen) der Väter und Onkel erschienen [BöllHaus264]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Signum n. ‘Zeichen, Merkmal, abgekürzte Unterschrift’, Übernahme von lat. sīgnum ‘Zeichen, Abzeichen, Kennzeichen, Signal, Bild, Siegel’, eigentlich wohl ‘eingeschnitzte Marke, geschnitztes Bild’ oder auch ‘auf Holzstäben eingekerbtes Zeichen beim Losorakel’, zu lat. secāre ‘schneiden’, auch ‘schnitzen’; zuerst (14. Jh.) in der lat. Kaufmannssprache der Hanse für ‘Firmenzeichen, Handelsmarke’ gebräuchlich, von da im 16. Jh. in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen für ‘(abgekürzte) Unterschrift, Namenszeichen, Monogramm’, seit dem 18. Jh. übertragen ‘Kennzeichen, Merkmal, Stempel, Gepräge’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Namenszeichen · ↗Namenszug · ↗Signatur · Signum  ●  ↗Autogramm  auch figurativ · ↗Unterschrift  Hauptform · (sein) 'Kaiser Wilhelm'  ugs. · Incidit  fachspr.
Assoziationen
Mathematik
Synonymgruppe
Signum · ↗Vorzeichen
Assoziationen
  • Signumfunktion · Vorzeichenfunktion

Typische Verbindungen
computergeneriert

Caravan Epoche Kombi Limousine Modell Moderne Modernität Ohnmacht eigentlich firmieren tragen versehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Signum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter diesem Signum ist die Koalition, die sich nach dem schwierigen Start leidlich zusammenraufte, aber nicht angetreten.
Die Zeit, 17.09.2001, Nr. 38
Was einst nur allzu verständlich schien, trägt plötzlich das Signum eines fremden Ortes, einer fremden Zeit.
Süddeutsche Zeitung, 27.03.1996
Schon im Titel macht sie der Autor zum Signum des erzgebirgischen Bergbaus.
Röhrich, Lutz: Glückauf. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 24535
Ich habe diese Berichte nicht bekommen, sonst müßte hier mein Signum stehen.
o. A.: Einhundertachtunddreißigster Tag. Freitag, 24. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23041
Dieses abgeänderte Signum zeigt auch die Marke zu 24 Pfennig.
Kühne, Heinz: Wir sammeln Briefmarken, Gütersloh u. a.: Bertelsmann Ratgeberverl. [1969] [1959], S. 66
Zitationshilfe
„Signum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Signum>, abgerufen am 22.05.2019.

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