Seemann, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Nominativ Plural: Seemänner
WorttrennungSee-mann
WortzerlegungSee2Mann
Wortbildung mit ›Seemann‹ als Erstglied: ↗Seemannsamt · ↗Seemannsart · ↗Seemannsausdruck · ↗Seemannsausrüstung · ↗Seemannsbrauch · ↗Seemannsbraut · ↗Seemannschaft · ↗Seemannsgang · ↗Seemannsgarn · ↗Seemannsgeschichte · ↗Seemannsgrab · ↗Seemannsheim · ↗Seemannskiste · ↗Seemannsleben · ↗Seemannslos · ↗Seemannsmission · ↗Seemannsroman · ↗Seemannsromantik · ↗Seemannssack · ↗Seemannssprache · ↗Seemannstod
 ·  mit ›Seemann‹ als Grundform: ↗seemännisch
eWDG, 1976

Bedeutung

jmd., der in der Seeschifffahrt beschäftigt ist und selbst zur See fährt
entsprechend der Bedeutung von SeeleuteQuelle: DWDS, 2016
Beispiele:
ein alter, erfahrener Seemann
DDR Verdienter Seemann
er ist Seemann mit Leib und Seele
die Seeleute freuten sich, nach der langen Fahrt wieder in der Heimat an Land gehen zu können
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

See · Seemann · seekrank · Seenot · Seerose
See m. ‘stehendes Binnengewässer’, f. ‘Meer, Ozean’, ahd. sēo, Genitiv sēwes (8. Jh.), mhd. mnd. ‘Binnensee, Meer’, asächs. sēo, mnl. see, nl. zee, afries. , aengl. , engl. sea, anord. sær, sjōr, sjār, schwed. sjö, got. saiws (‘Binnensee, Marschland’), germ. *saiwi-. Herkunft ungeklärt. Zusammenstellungen mit lit. sývas ‘Saft’, lett. sīvs ‘Jauche’, griech. aionā́n (αἰονᾶν) ‘begießen’ oder lat. saevus ‘wütend, tobend’ sind zweifelhaft. Koivulehto in: Neuphilolog. Mitt. 68 (1967) 113 ff. will aengl. , anord. sār, isl. sár, dän. saa, schwed. ‘Zuber, großer (Wasser)kübel’ mit den zuerst genannten germ. Formen verbinden und See in übertragenem Sinne als ‘natürlichen großen Wasserbehälter’ deuten; er verweist zur Stützung dieser Auffassung auf lat. lacus ‘See, Trog, Kufe’. Doch bleiben Anknüpfungen dieser Art fraglich, so daß mehrfach Herleitung von einem nicht-ie. Substratwort angenommen wird. Dagegen macht Meid in: Gedenkschr. Kronasser (1982) 91 ff. wahrscheinlich, daß für See, womit im Germ. weithin ein Binnengewässer bezeichnet wird, von einer Bedeutung ‘tropfenweise bzw. aus Rinnsalen angesammeltes Wasser’ auszugehen ist. Er vergleicht das unter ↗seihen (s. d.) dargestellte Verb und verbindet germ. *saiw- (aus *saigw-) mit der dort genannten Erweiterung ie. *seiku̯- ‘ausgießen, seihen, rinnen, träufeln’ der Wurzel ie. *sē(i)-, *sei- ‘tröpfeln, rinnen, feucht’. See ist ursprünglich Maskulinum. Schwankungen zwischen maskulinem und femininem Gebrauch bestehen im Aengl., Mhd., Mnd. und Mnl. Der im Dt. an das Genus gebundene Bedeutungsunterschied wird erstmals bei dem Pommern Kantzow (16. Jh.) deutlich, aber in der Literatursprache erst im 19. Jh. voll ausgebildet. Seemann m. ‘wer berufsmäßig zur See fährt, Matrose’ (17. Jh.); älter mnl. seeman (nl. zeeman), aengl. sǣmann, anord. sjōmaðr. seekrank Adj. ‘an Übelkeit leidend durch großen Seegang’ (17. Jh.). Seenot f. ‘Gefahr des Untergangs (von Schiffen) im Meer’ (18. Jh.). Seerose f. Name der in Binnenseen blühenden, an Schönheit mit einer Rose verglichenen Blume (16. Jh.); vgl. mhd. sēbluome.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fahrensmann · ↗Matrose · ↗Schiffer · ↗Seefahrer  ●  Seemann  Hauptform · ↗Seebär  ugs., scherzhaft
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Nichtseemann

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballade Flieger angehend anheuern arbeitslos australisch betrunken bleich brav echt ehemalig ehrlich einsam erfahren erschüttern ertrinken ertrunken gelernt gestrandet holländisch norwegisch oll pensioniert philippinisch schottisch singend tot verletzt vermissen vermisst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Seemann‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie versprach sich einem fremden Seemann, der sogleich wieder verschwand, um einem ungewissen Schicksal entgegen zu segeln.
Süddeutsche Zeitung, 01.10.2003
Eines der wichtigsten Dinge im Leben eines Seemanns ist der Knoten.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 3
Schlaftrunkene Bewegungen der Frau gleicht sie aus mit der Routine eines Seemanns bei rollender See.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 359
John war Seemann, er rechnete nicht damit, alles sofort zu begreifen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 157
Dieses Leben ist härter als sonst schon das des Seemanns.
Die Zeit, 20.09.1951, Nr. 38
Zitationshilfe
„Seemann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Seemann>, abgerufen am 25.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Seemacht
Seeluftstreitkraft
Seeluft
seelsorglich
seelsorgerlich
seemännisch
Seemannsamt
Seemannsart
Seemannsausdruck
Seemannsausrüstung