Seemacht, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSee-macht (computergeneriert)
WortzerlegungSee2Macht
eWDG, 1976

Bedeutung

Staat mit starker Flotte, Kriegsflotte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Macht · Machthaber · Machtwort · machtvoll · Seemacht
Macht f. ‘Vermögen, Herrschaft, Gewalt, Kraft, Stärke’, ahd. maht ‘Vermögen, Körperkraft, Anstrengung, Gewalt, Vollmacht, Menge, Fülle’ (8. Jh.), auch ‘männliche Genitalien’ (9./10. Jh., neben den Kollektivbildungen ahd. gimaht, mhd. gemaht, nhd. Gemächt), mhd. maht, asächs. maht, mnd. mnl. macht, afries. mecht, macht, aengl. miht, engl. might, got. mahts (germ. *mahti-) ist ein mit ti-Suffix gebildetes Abstraktum (i-Stamm) zu den unter ↗mögen (s. d.) genannten Verbformen; vgl. dazu (mit tu-Suffix) anord. māttr m. ‘Macht, Kraft, Gesundheit’. Machthaber m. ‘Gewaltausübender, Diktator’ (16. Jh.). Machtwort n. ‘befehlende, eine Entscheidung herbeiführende Rede’ (16. Jh.). machtvoll Adj. ‘mächtig, kräftig’ (18. Jh.). Seemacht f. ‘Staat mit großer Flotte, bedeutenden Seestreitkräften’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufbau Aufstieg Landmacht Luftfahrt Mittelmeer Rang Sowjetunion Weltmacht angelsächsisch aufsteigen aufstrebend bedeutend britisch einstig englisch führend global sowjetisch stark westlich überlegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Seemacht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Inzwischen hatten die großen Seemächte weite Teile der Welt längst unter sich aufgeteilt.
Die Zeit, 07.01.2013, Nr. 01
Vor unseren Augen vollzieht sich der eindrucksvolle Aufbau einer globalen sowjetischen Seemacht.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1974]
Erst jetzt stellt sich das eindeutige Übergewicht der Westmächte (Seemächte) heraus.
Dreyfus, F. G.: Wirtschaftsgeschichte. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 27672
Vor allem hatte auch schon Karl dem Großen, nach Rankes Ausdruck, die Hälfte aller Macht, die Seemacht gefehlt.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Dritter Teil: Das Mittelalter, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1923], S. 27974
Sie waren berühmt und gefürchtet zugleich, denn Seemacht zeigte sich häufig als Seeräuberei.
Bleicken, Jochen: Rom und Italien. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 8352
Zitationshilfe
„Seemacht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Seemacht>, abgerufen am 20.04.2019.

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