Schwungkraft, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchwung-kraft
WortzerlegungSchwungKraft
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Physik Fliehkraft, Zentrifugalkraft
2.
mitreißende Kraft, die einer Sache innewohnt
Beispiel:
die Schwungkraft einer Rede, Dichtung
Elan, Temperament
Beispiele:
eine Persönlichkeit voller Initiative und Schwungkraft
jmds. Schwungkraft ermattet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwung · schwunghaft · Schwungfeder · Schwungkraft · Schwungrad · schwungvoll
Schwung m. ‘schwingende Bewegung, kraftvolle, rasche Bewegung, Stoßkraft’, übertragen ‘Antrieb, Begeisterung’. Das zu dem unter ↗schwingen (s. d.) behandelten Verb gebildete Abstraktum mhd. swunc ist anfangs nur wenig gebräuchlich, setzt sich aber im 18. Jh. allgemein durch und drängt dabei Schwang und Schwank in ihrer Verwendung für ‘schwingende Bewegung’ zurück (zur Bedeutungsdifferenzierung s. ↗Schwang). Redensartlich in Schwung kommen ‘in Gang kommen, in einen guten, vielversprechenden Zustand gelangen, vorankommen’ (um 1800), Schwung (‘Elan’) haben (19. Jh.). schwunghaft Adj. ‘mit Schwung, lebhaft, erfolgreich’ (Anfang 19. Jh.), schwunghaften Handel treiben. Schwungfeder f. ‘Hauptflügelfeder der Vögel’ (18. Jh.). Schwungkraft f. ‘Kraft eines schwingenden Körpers, in schnelle, schwingende Bewegung versetzende Kraft’ (18. Jh.). Schwungrad n. schweres Maschinenrad, das eine gleichmäßige Drehbewegung halten soll (18. Jh.). schwungvoll Adj. ‘voller Antrieb, Begeisterung, Elan’ (18. Jh.).

Thesaurus

Physik
Synonymgruppe
Impetus · ↗Impuls · Schwungkraft · ↗Stoßkraft · ↗Wucht

Typische Verbindungen
computergeneriert

Streckkraft verleihen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwungkraft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Stärke ist die Schwungkraft, sein Gerät ist das Reck.
Die Zeit, 13.08.2008, Nr. 32
Aber auch in direkter Weise konnte man die Wirkung der Schwungkraft auf das Körpergewicht experimentell zeigen.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 23
Und im Nahen Osten muß die Schwungkraft in Richtung auf eine friedliche Regelung zurückgewonnen werden.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1972]
Da Trends gewöhnlich an Schwungkraft verlieren, bevor sie die Richtung wechseln, kann das Momentum ein frühes Warnsignal für eine unmittelbar bevorstehende Trendwende sein.
C't, 2001, Nr. 5
In allen findet man die Charpentier eigene Ursprünglichkeit, Ausdrucksfähigkeit und lyrische Schwungkraft.
Boschot, Adolphe: Charpentier. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 17224
Zitationshilfe
„Schwungkraft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schwungkraft>, abgerufen am 20.10.2019.

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