Schwefel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwefels · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSchwe-fel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schwefel‹ als Erstglied: ↗Schwefelbad · ↗Schwefelbakterie · ↗Schwefelbande · ↗Schwefelblume · ↗Schwefelblüte · ↗Schwefeldampf · ↗Schwefeldioxid · ↗Schwefeldioxyd · ↗Schwefelfarbstoff · ↗Schwefelgehalt · ↗Schwefelgeruch · ↗Schwefelholz · ↗Schwefelhölzchen · ↗Schwefelkalk · ↗Schwefelkies · ↗Schwefelkopf · ↗Schwefelmilch · ↗Schwefelpräparat · ↗Schwefelpuder · ↗Schwefelquelle · ↗Schwefelritterling · ↗Schwefelsalbe · ↗Schwefelsäure · ↗Schwefelwasserstoff · ↗schwefelartig · ↗schwefelfrei · ↗schwefelgelb · ↗schwefelhaltig · ↗schwefelsauer
 ·  mit ›Schwefel‹ als Grundform: ↗schwefelig · ↗schweflig
eWDG, 1976

Bedeutung

Chemie nichtmetallisches Element von gelber Farbe, das bei Verbrennung stechend riecht
umgangssprachlich wie Pech und Schwefel zusammenhaltensehr fest zusammenhalten
Beispiel:
in der Schulzeit hielten sie wie Pech und Schwefel zusammen
Bezeichnung für die Hölle, in deren Feuer Schwefel glühen soll
Beispiele:
Das stinkt doch geradezu nach Schwefel, da sieht man doch den Pferdefuß [H. KantAula432]
das ganze Gesindel gehört zusammen, das riecht nach Aufmärschen und nach Garden und nach all dem vaterländischen Schwefel [SeghersDie Toten6,48]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwefel · schwefeln · schwef(e)lig · Schwefelsäure
Schwefel m. Die Herkunft der Bezeichnung des chemischen Elements ahd. sweval (9. Jh.), swebal, swebul (8. Jh.), mhd. swebel, swevel, asächs. sweƀal, mnl. swēvel, aengl. swefl, swefel, got. swibls und (ablautend) mnd. mnl. swāvel, nl. zwavel ist nicht geklärt. Feist ³466 f. sieht darin ein Wanderwort mittelländischer Herkunft (aus Sizilien?). Andere versuchen, die germ. Formen mit lat. sulpur (in gräzisierender Schreibweise sulphur) ‘Schwefel’ und ie. *su̯elplo ‘Schwefel’ zu verbinden, indem sie germ. *swe(l)fla-, *swe(l)ƀla- als Dissimilationsformen mit volksetymologischer Beziehung zu der unter ↗schwelen (s. d.) verzeichneten Wurzel ie. *su̯el- ‘schwelen, brennen’ erklären (vgl. Pokorny 1, 1046). schwefeln Vb. ‘mit Schwefel behandeln’ (15. Jh.). schwef(e)lig Adj. ‘Schwefel enthaltend, schwefelartig’, ahd. swevalīg (um 1000), mhd. swebelic. Schwefelsäure f. (18. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Schwefel · ↗Sulfur  ●  S  Elementsymbol
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antimon Aromat Benzol Blei Chlor Eisen Holzkohle Jod Kalium Kalzium Kohlenstoff Kupfer Magnesium Mangan Natrium Pech Phosphor Quecksilber Salpeter Sauerstoff Selen Silizium Stickoxid Stickstoff Strontium Teer Wasserstoff Zink stinken zusammenhalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwefel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gibt Abnehmer für den Schwefel, der hier gewonnen wird.
Die Zeit, 10.05.2010, Nr. 19
Wenn sich Wind und Rauch kurz drehen, riecht es nach Schwefel.
Der Tagesspiegel, 29.07.2001
Schwefel räucherte man im griechischen Kult ebenfalls zu kathartischen Zwecken.
Ratschow, C. H.: Räucherungen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 27233
Der Kopf ist mir schwer geworden von des Alchimisten Schwefel.
Perutz, Leo: Die dritte Kugel, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1988 [1915], S. 1
Die Verbindungen des S. ähneln denen des Schwefels; Selenwasserstoff ist ein sehr giftiges Gas.
o. A.: S. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 3614
Zitationshilfe
„Schwefel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schwefel>, abgerufen am 22.10.2019.

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