Schwankung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schwankung · Nominativ Plural: Schwankungen
Aussprache
WorttrennungSchwan-kung
Wortbildung mit ›Schwankung‹ als Erstglied: ↗Schwankungsreserve · ↗Schwankungsrückstellung · ↗schwankungsanfällig
 ·  mit ›Schwankung‹ als Letztglied: ↗Gemütsschwankung · ↗Kursschwankung · ↗Nachfrageschwankung · ↗Preisschwankung · ↗Stimmungsschwankung · ↗Stromschwankung · ↗Wechselkursschwankung · ↗Wertschwankung · ↗Währungsschwankung · ↗Wärmeschwankung
eWDG, 1976

Bedeutung

das Schwanken, die ständige Veränderung
entsprechend der Bedeutung von schwanken (Lesart 2)
Beispiele:
die jährlichen Schwankungen der Niederschläge
die jahreszeitlichen Schwankungen der Witterung
die Schwankung des Luftdrucks, des elektrischen Stromes, des Wasserstandes
Preise für bestimmte Gemüse- und Obstsorten unterliegen jahreszeitlichen Schwankungen
die Stimmung, Laune ist zuweilen großen Schwankungen unterworfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwanken · schwank · Schwankung
schwanken Vb. ‘hin und her schwingen, wanken, taumelnd gehen’, mhd. swanken ‘schwanken, taumeln, schwingen, schwenken’. Das Verb ist abgeleitet von schwank Adj. ‘schwankend, stürmisch, beweglich, biegsam, schlank, dünn, schmächtig’, mhd. swanc, mnd. swank ‘schwach, schmächtig, zart, hilfsbedürftig’, vgl. auch (mit r-Suffix) mhd. swanger ‘schwankend, biegsam’, mnl. swanger ‘beim Gehen schwankend’, aengl. swancor ‘biegsam, schmächtig’, anord. svangr ‘dünn, biegsam, hungrig’. Zu der unter ↗schwingen (s. d.) genannten Wortgruppe. Schwankung f. ‘von der Geraden abweichende Bewegung, das Schwanken’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abweichung · Auf und Ab · ↗Fluktuation · Schwankung · ↗Turbulenz · ↗Unstetigkeit  ●  ↗Volatilität  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anteilspreis Devisenmarkt Wechselkurs Wechselkursus abfedern auffangen ausgleichen bedingt beträchtlich erheblich erratisch extrem gering heftig herausrechnen hormonell jahreszeitlich klimatisch konjunkturell kurzfristig minimal natürlich periodisch saisonal stark unberechenbar unterliegen unterwerfen zyklisch übermäßig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwankung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zahl werde zwar voraussichtlich in diesem Jahr leicht steigen, Schwankungen seien aber üblich.
Die Welt, 10.08.2005
Inzwischen liegt der Kurs bei 400 Euro - mit hohen täglichen Schwankungen.
Der Tagesspiegel, 10.09.1999
Freilich gab es viele Schwankungen und Veränderungen, je nach der großen Politik, auch neutrale Haltungen waren nicht selten.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 20950
Ich zähle sie, und es hat immer gestimmt, mit kleinen Schwankungen.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Von Paul zu Pedro. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 10969
Und so wird es, allen Schwankungen der letzten Jahrzehnte zum Trotz, auch wieder kommen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 22953
Zitationshilfe
„Schwankung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schwankung>, abgerufen am 24.10.2019.

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