Schwanengesang, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchwa-nen-ge-sang
WortzerlegungSchwanGesang
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben letztes Werk, letzte Tat, besonders eines Dichters, Künstlers vor seinem Tode, am Ende eines Lebensabschnittes, einer Periode
Beispiel:
Arnold Zweig hat niemals einen Schwanengesang für die deutsche Bourgeoisie komponiert [Neue dt. Lit.1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwan · Schwanengesang
Schwan m. Name des großen weißen, langhalsigen Wasservogels, ursprünglich des Singschwanes, ahd. swan m. (9. Jh.), swana f. (9. Jh.), mhd. swan(e) m., mnd. swān(e) m. f., asächs. swan, mnl. swāne, swan, nl. zwaan, aengl. engl. swan, anord. svanr, schwed. svan (germ. *swana- m.), wahrscheinlich verwandt mit aengl. swinn ‘Musik, Gesang’, swinsian ‘singen’ sowie aind. svan- ‘tönen, tosen, lärmen, rasseln’, lat. sonāre ‘tönen, schallen, singen’, sonus (aus *su̯onos) ‘Laut, Ton, Klang’, air. senim ‘das Spielen, Tönen’ und auf eine Wurzel ie. *su̯en- ‘tönen, schallen’ zurückzuführen. Schwanengesang m. ‘letztes Werk eines Dichters, Künstlers vor seinem Tod’ (16. Jh.), anknüpfend an die seit der Antike überlieferte Sage, daß ein sterbender Schwan melodische Laute von sich gebe.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abgesang · ↗Klagelied · Schwanengesang
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Epoche Lied Winterreise anstimmen singen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwanengesang‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Schwanengesang sind sie beide nun im Begriff, zur Norm zu werden.
Die Zeit, 07.11.1986, Nr. 46
Sie stimmen einen fast trotzigen Schwanengesang auf eine Republik an, der sie viel verdanken und die sie sich in Teilen auch zu Eigen gemacht haben.
Die Welt, 17.05.2003
Man könnte ihn mit seinen eigenen Worten im Schwanengesang kennzeichnen als "Genie des Herzens".
Eberhard, D. Otto: Pestalozzi ein Klassiker der Seelenführung. In: Bausteine zur Arbeit im Kindergottesdienst, Sonderhefte der Monatsschrift "Der Kindergottesdienst", Nr. 4, 1926, S. 28
Er arbeitete an der Gesamtausgabe der Werke und schrieb von 1825 an den "Schwanengesang".
Blättner, Fritz: Geschichte der Pädagogik, Heidelberg: Quelle & Meyer 1961 [1951], S. 96
Seine Mahnungen sind Schwanengesänge auf den verlorenen Einfluß der katholischen Sexualmoral.
konkret, 1984
Zitationshilfe
„Schwanengesang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schwanengesang>, abgerufen am 16.10.2019.

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