Schwan, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schwan(e)s · Nominativ Plural: Schwäne
Aussprache
Wortbildung mit ›Schwan‹ als Erstglied: ↗Schwanengesang · ↗Schwanenhals · ↗Schwanenjungfrau · ↗Schwanjungfrau · ↗Schwänin · ↗schwanenweiß
 ·  mit ›Schwan‹ als Letztglied: ↗Schwarzhalsschwan · ↗Singschwan · ↗Trauerschwan · ↗Zwergschwan
eWDG, 1976

Bedeutung

gänseartiger, großer weißer Entenvogel mit sehr langem, oft s-förmig getragenem Hals und geradem, breitem Schnabel sowie verhältnismäßig kurzen Beinen
Beispiele:
die Schwäne füttern
Schwäne gründeln nach Wasserpflanzen, Insekten, Würmern und Fischen
stolz wie ein Schwan
salopp mein lieber Schwan!Ausruf des Erstaunens, der Verwunderung oder der Warnung, Drohung
Beispiel:
Mein lieber Schwan, da wirst du noch schön staunen! [RemarqueZeit zu leben99]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwan · Schwanengesang
Schwan m. Name des großen weißen, langhalsigen Wasservogels, ursprünglich des Singschwanes, ahd. swan m. (9. Jh.), swana f. (9. Jh.), mhd. swan(e) m., mnd. swān(e) m. f., asächs. swan, mnl. swāne, swan, nl. zwaan, aengl. engl. swan, anord. svanr, schwed. svan (germ. *swana- m.), wahrscheinlich verwandt mit aengl. swinn ‘Musik, Gesang’, swinsian ‘singen’ sowie aind. svan- ‘tönen, tosen, lärmen, rasseln’, lat. sonāre ‘tönen, schallen, singen’, sonus (aus *su̯onos) ‘Laut, Ton, Klang’, air. senim ‘das Spielen, Tönen’ und auf eine Wurzel ie. *su̯en- ‘tönen, schallen’ zurückzuführen. Schwanengesang m. ‘letztes Werk eines Dichters, Künstlers vor seinem Tod’ (16. Jh.), anknüpfend an die seit der Antike überlieferte Sage, daß ein sterbender Schwan melodische Laute von sich gebe.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adler Alster Atair Ente Gans Haubentaucher Kranich Leda Leier Möwe Neudecker Pfau Schwanensee Sommerdreieck Sommersternbild Sternbild Wildente Wildgans ausgestopft füttern gebraten schlesisch schwimmen sterbend tot verendet verzaubert watscheln weiß wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schwan‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch sind es einige tote Schwäne am Strand von Rügen.
Bild, 16.02.2006
Deshalb vielleicht wirkten die Schwäne sehr diesseitig, wenig transzendent, verwunschen.
Der Tagesspiegel, 17.12.1997
Im Zeichen der grauen Schwäne, behauptete er, stehe das ganze menschliche Leben.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 131
Auch eine Statue in Athen stellt L. mit dem Schwan dar.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 30160
Und immer gleiten über den Teich zwei Schwäne, lautlos - stolz.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10134
Zitationshilfe
„Schwan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schwan>, abgerufen am 25.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schwammtuch
Schwammtaucher
Schwammspinner
Schwammigkeit
schwammig
schwanen
Schwanengesang
Schwanenhals
Schwanenhaus
Schwanenjungfrau