Schubiack, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungSchu-bi-ack (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schubiack · Schubbejack
Schubiack Schubbejack m. ‘Schuft, Lump, Bettler’ ist eine Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. nl. schobbejack, die sich vom Nordwesten aus im gesamten dt. Sprachgebiet verbreitet. Das erste Glied des Kompositums gehört zu nl. schobben ‘kratzen, sich reiben’, nd. schubben, schobben, einer Bildung mit affektischem -bb- zu dem unter ↗schieben (s. d.) behandelten Verb; vgl. auch ostfries. nordd. Schubb(e)jack u. ä. ‘Pfahl, der auf baumarmen Weiden eingeschlagen wird, damit sich das Vieh daran reiben kann’, dann auch ‘Mensch, der jedem im Wege steht’. Das zweite Glied enthält wohl die aus Jacob verkürzte Namensform Jack.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bösewicht · ↗Frevler · ↗Gauner · ↗Halunke · ↗Lump · ↗Missetäter · ↗Schlitzohr · ↗Schuft · ↗Schurke · ↗Spitzbube · ↗Strolch · ↗Tunichtgut · ↗Unhold · ↗Übelmann · ↗Übeltäter · übles Subjekt  ●  ↗Fötzel  schweiz. · ↗Haderlump  österr., bair. · (eine) miese Type  ugs. · ↗Canaille  derb, franz. · ↗Kanaille  derb · Schubiack  ugs. · fieser Finger  ugs., abwertend, veraltet · krummer Hund  ugs., fig. · linke Bazille  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Unterbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Schubiack“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schubiack>, abgerufen am 24.10.2019.

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