Schriftsteller, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schriftstellers · Nominativ Plural: Schriftsteller
Aussprache
WorttrennungSchrift-stel-ler
Wortbildung mit ›Schriftsteller‹ als Erstglied: ↗Schriftstellerberuf · ↗Schriftstellereitelkeit · ↗Schriftstellerin · ↗Schriftstellerkollege · ↗Schriftstellerkongress · ↗Schriftstellerlexikon · ↗Schriftstellername · ↗Schriftstellerverband · ↗schriftstellerisch
 ·  mit ›Schriftsteller‹ als Letztglied: ↗Arbeiterschriftsteller · ↗Großschriftsteller · ↗Heimatschriftsteller · ↗Jugendschriftsteller · ↗Kirchenschriftsteller · ↗Lieblingsschriftsteller · ↗Modeschriftsteller · ↗Nachwuchsschriftsteller · ↗Prosaschriftsteller · ↗Reiseschriftsteller · ↗Romanschriftsteller · ↗Tagesschriftsteller · ↗Unterhaltungsschriftsteller · ↗Volksschriftsteller
 ·  mit ›Schriftsteller‹ als Grundform: ↗Schriftstellerei · ↗schriftstellern
eWDG, 1976

Bedeutung

jmd., der (beruflich) literarische Werke schreibt, verfasst
Beispiele:
er ist Schriftsteller
ein bekannter, beliebter, erfolgreicher, zeitgenössischer Schriftsteller
als freier Schriftsteller leben, tätig sein
ein Schriftsteller für Kinder- und Jugendliteratur
die antiken Schriftsteller (= ihre Werke) im Original lesen
[Balzac] als der gelesenste und ... größte Schriftsteller Frankreichs [St. ZweigBalzac318]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schrift · schriftlich · Schrifttum · Schriftgießer · Schriftsetzer · Schriftsprache · Schriftsteller
Schrift f. ‘System graphischer Zeichen zur lesbaren Darstellung von Gesprochenem, geschriebener oder gedruckter Text’, ahd. scrift ‘Schrift, Zeichen, Buchstabe, Aufzeichnung, geschriebenes Gesetz’ (8. Jh.), mhd. schrift ‘Geschriebenes, Schrift, Inschrift, Schriftwerk, schriftliche Quelle (besonders die Bibel), Schreibkunst’, mnd. schrift ‘das Schreiben, das Geschriebene’, mnl. scrift, scricht ‘das Geschriebene, Bibel’, nl. schrift, aengl. scrift ‘Strafe, Buße, Beichte’, engl. (älter) shrift ‘Buße, Beichte’ sind Abstraktbildungen mit t-Suffix zu dem unter ↗schreiben (s. d.) behandelten Verb (wie Gift zu geben), stehen aber zugleich unter dem Einfluß von lat. scrīptum n. ‘Schrift, das Geschriebene, Auftrag, Anweisung’, so daß germ. Bildungsweise und Lehnwortbeziehungen einander entgegenkommen. schriftlich Adj. ‘niedergeschrieben, nicht mündlich’, mhd. schriftlich. Schrifttum n. ‘Gesamtheit der schriftlichen Überlieferung, Literatur’ (19. Jh.). Schriftgießer m. ‘wer für den Buchdruck Metallettern gießt’ (16. Jh.). Schriftsetzer m. ‘wer die für den Druck vorgesehenen Texte aus einzelnen Metallbuchstaben und -zeichen zusammensetzt’ (17. Jh.). Schriftsprache f. ‘schriftliche Form einer (National)sprache’, im 18. Jh. als Gegenwort zu Mundart gebildet. Schriftsteller m. ‘wer für andere Rechts- und Bittschriften aufsetzt’ (16. Jh.), Zusammenbildung aus eine Schrift stellen (16. Jh.), dann ‘Verfasser literarischer Werke’ (2. Hälfte 17. Jh.), für älteres Skribent oder Autor.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Autor · ↗Dichter · ↗Literat · Mann der Feder · ↗Schreiber · Schriftsteller · ↗Verfasser  ●  ↗Konzipient  geh., veraltet, lat. · ↗Schmock  derb, veraltet, selten · ↗Skribent  geh., selten, abwertend, lat.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Schriftsteller“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schriftsteller>, abgerufen am 26.05.2019.

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