Schrank, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schrank(e)s · Nominativ Plural: Schränke
Aussprache
Wortbildung mit ›Schrank‹ als Erstglied: ↗Schrankbett · ↗Schrankecke · ↗Schrankelement · ↗Schrankfach · ↗Schrankkoffer · ↗Schrankteil · ↗Schranktür · ↗Schrankwand · ↗Schränkchen · ↗schrankfertig
 ·  mit ›Schrank‹ als Letztglied: ↗Aktenschrank · ↗Besenschrank · ↗Bettschrank · ↗Brutschrank · ↗Buchschrank · ↗Bücherschrank · ↗Eckschrank · ↗Eichenschrank · ↗Einbauschrank · ↗Eisschrank · ↗Fernsehschrank · ↗Fliegenschrank · ↗Garderobenschrank · ↗Garderobeschrank · ↗Geldschrank · ↗Geschirrschrank · ↗Glasschrank · ↗Hängeschrank · ↗Klassenschrank · ↗Kleiderschrank · ↗Kombischrank · ↗Küchenschrank · ↗Kühlschrank · ↗Mahagonischrank · ↗Naturalienschrank · ↗Panzerschrank · ↗Rollschrank · ↗Schaltschrank · ↗Schlafzimmerschrank · ↗Schreibschrank · ↗Schuhschrank · ↗Speiseschrank · ↗Stollenschrank · ↗Tiefkühlschrank · ↗Wandschrank · ↗Wohnzimmerschrank · ↗Wäscheschrank
 ·  formal verwandt mit: ↗Arzneischränkchen
eWDG, 1976

Bedeutung

aufrechtstehendes, kastenförmiges, mit Türen verschließbares Möbelstück von rechteckiger Form zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken und Gegenständen
Beispiele:
den Schrank ausräumen, einräumen, öffnen, (zu)schließen
einen Schrank aufstellen
den alten Schrank aufarbeiten, neu streichen lassen
ein Schrank aus Eiche, Mahagoni
Schränke für Kleider, Geschirr, Bücher
ein eingebauter Schrank (= ein Einbauschrank)
ein kombinierter Schrank (= ein Kombischrank)
bildlich
Beispiel:
salopp er ist ein richtiger Schrank (= großer, breiter, kräftiger Mann)
übertragen
Beispiel:
er hat nicht alle Tassen im Schrank (= ist nicht recht bei Verstand)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schrank m. ‘durch Türen verschließbares Möbelstück’, ahd. scranc m. (nur in der übertragenen Bedeutung) ‘Betrug, Tücke, Falle’ (9. Jh.), mhd. schranc m. ‘das Schrägsetzen, was einschränkt, Gitter, Einfriedung, Umschließung, Verschränkung, Gestell aus Gitterwerk’, mnd. schrank n. ‘Einfriedung, Schranke, Gitter, durch Gitter abgeschlossener Raum, Nische’, mnl. scranc, scrancke m., nl. schrank ‘Tragebalken, Untersatz, Einfriedung aus Latten, Schranke’ läßt sich wie auch ↗Schranke und ↗schränken (s. d.) zurückführen auf ie. *(s)kreng-, eine nasalierte Gutturalerweiterung der unter ↗schräg (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘schräg, kreuzweise Gestelltes, Einfriedung, Gitterwerk’, daher auch mhd. ‘Gestell aus Gitterwerk’ (z. B. in Vorratskammern), woraus sich in Verbindung mit dessen handwerklicher Gestaltung seit frühnhd. Zeit der heutige Sinn entwickelt. Den Mundarten bleibt diese Verwendung weithin fremd, dafür nordostd. Spind, südd. Kasten, bair. Kalter (aus Gehalter ‘Behältnis’), in Thüringen, Hessen und Teilen des Ostfrk. begegnet die r-lose Nebenform Schank.

Thesaurus

Synonymgruppe
Spind  ●  ↗Kasten  süddt. · Schrank  Hauptform · ↗Schaff  ugs., regional · ↗Schaft  ugs., schweiz., süddt. · ↗Schapp  ugs., norddeutsch
Oberbegriffe
Assoziationen
Anatomie
Synonymgruppe
(ein) Trumm von einem Mann · ↗Goliath · ↗Hüne · ↗Hünengestalt · ↗Koloss · ↗Riesenkerl · ↗Zweimetermann  ●  ↗Riese  Hauptform · (eine) XXL-Ausgabe  ugs., scherzhaft · (so eine) Kante (mit Geste)  ugs. · ↗Bulle  ugs. · Kerl wie ein Baum  ugs. · ↗Kleiderschrank  ugs., fig. · Schrank  ugs., fig. · wenn (d)er im Türrahmen steht, wird es dunkel  ugs., Spruch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Geschirr Kommode Regal Schlafzimmer Schreibtisch Schublade Schubladen Sofa Stuhl Tasse Tisch Truhe Vitrine Waschbecken Wäsche aufbewahren begehbar durchsuchen durchwühlen eingebaut holen hängen klirren kramen stapeln verschlossen verstauben verstauen verstecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schrank‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Geld verschwand schließlich auf ungeklärte Weise aus dem Schrank.
Die Welt, 27.08.2004
Im Kopf kombiniert sie es mit dem Rest in ihrem Schrank zu Hause.
Der Tagesspiegel, 09.08.2000
Schränke, in denen man seine persönlichen Dinge verwahrt, soll man absperren.
Chamrath, Gustav: Lexikon des guten Tons, Wien: Ullstein 1954 [1953], S. 111
Und dann gehe ich zu unserem Schrank und suche mir einen schönen Roman.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 14.02.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich brauche da nur an den Schrank im rechten Zimmer zu denken.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 04.08.1939, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Schrank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schrank>, abgerufen am 17.10.2019.

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