Schnurrpfeife, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungSchnurr-pfei-fe
WortzerlegungSchnurrePfeife
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnurren · Schnurre · schnurrig · Schnurrbart · Schnurrpfeife · Schnurrpfeiferei
schnurren Vb. ‘ein brummendes, surrendes Geräusch erzeugen’, mhd. snurren ‘rauschen, sausen, brummen (besonders von Insekten und Katzen)’, mnd. snurren, snorren ‘surren, schwirren, brummen’, nl. snorren stehen ablautend neben ↗schnarren (s. d.) und gehören wie ↗schnarchen (s. d.) zu der unter ↗nörgeln (s. d.) aufgeführten lautnachahmenden Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’. Schnurre f. ‘Knarre, Brummkreisel’ (16. Jh.), mhd. snurre ‘brummender Ton, summende Bewegung’, übertragen ‘Scherz, Schwank, lustige Erzählung’; vgl. ahd. snurring (Hs. 12. Jh.), mhd. snürrinc, snurrære ‘Possenreißer, Tor, Narr’, der das Publikum sowohl mit lärmerzeugenden Instrumenten als auch in schneller Rede mit Späßen und lustigen Erzählungen unterhält. schnurrig Adj. ‘brummend’, übertragen ‘mürrisch, unfreundlich’ (16. Jh.), ‘lustig wie eine Schnurre, possierlich, drollig’ (18. Jh.). Schnurrbart m. ‘Schnauzbart’ (18. Jh.), nach nd. Snurrbart, zu nd. Snurr ‘Schnauze, Maul, Mund’; vgl. Schnauzbart, zu ↗Schnauze (s. d.). Schnurrpfeife f. einfaches Instrument der Bettelmusikanten, auch Kinderspielzeug (18. Jh.), nd. Snurrpīpe, bildlich ‘Tand, Kinderreien’. Schnurrpfeiferei f. ‘Kurzweil, nutzlose Kleinigkeit, närrischer Einfall’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„Schnurrpfeife“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schnurrpfeife>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schnürrock
schnurrig
Schnürriemen
Schnurrhaar
schnurren
Schnurrpfeiferei
Schnurschalter
Schnurschlinge
Schnürschuh
Schnürsenkel