Schnee, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schnees · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Schnee‹ als Erstglied: ↗Schnee-Erzeuger · ↗Schnee-Eule · ↗Schneeball · ↗Schneebatzen · ↗Schneebeere · ↗Schneeberg · ↗Schneebesen · ↗Schneeblindheit · ↗Schneebrei · ↗Schneebrille · ↗Schneebö · ↗Schneeböe · ↗Schneedecke · ↗Schneedreck · ↗Schneeerzeuger · ↗Schneeeule · ↗Schneefahne · ↗Schneefall · ↗Schneefang · ↗Schneefeld · ↗Schneefleck · ↗Schneeflecken · ↗Schneeflocke · ↗Schneefläche · ↗Schneefräse · ↗Schneegans · ↗Schneegebirge · ↗Schneegefilde · ↗Schneegestöber · ↗Schneeglätte · ↗Schneeglöckchen · ↗Schneegrenze · ↗Schneegriesel · ↗Schneehang · ↗Schneeharsch · ↗Schneehase · ↗Schneehaube · ↗Schneehemd · ↗Schneehimmel · ↗Schneehuhn · ↗Schneehöhe · ↗Schneehöhle · ↗Schneehügel · ↗Schneehütte · ↗Schneekanone · ↗Schneekappe · ↗Schneekehricht · ↗Schneekette · ↗Schneekleid · ↗Schneeklumpen · ↗Schneekristall · ↗Schneekruste · ↗Schneekönig · ↗Schneelage · ↗Schneeland · ↗Schneelandschaft · ↗Schneelast · ↗Schneelawine · ↗Schneelicht · ↗Schneeluft · ↗Schneemann · ↗Schneemantel · ↗Schneemasse · ↗Schneematsch · ↗Schneemenge · ↗Schneemensch · ↗Schneemütze · ↗Schneenacht · ↗Schneenockerl · ↗Schneepflug · ↗Schneeregen · ↗Schneeräumer · ↗Schneeschauer · ↗Schneeschaufel · ↗Schneeschicht · ↗Schneeschieber · ↗Schneeschippe · ↗Schneeschleuder · ↗Schneeschleudermaschine · ↗Schneeschläger · ↗Schneeschmelze · ↗Schneescholle · ↗Schneeschuh · ↗Schneestaub · ↗Schneesturm · ↗Schneeteppich · ↗Schneetiefe · ↗Schneetreiben · ↗Schneeverhältnisse · ↗Schneeverwehung · ↗Schneewasser · ↗Schneewatte · ↗Schneewechte · ↗Schneewehe · ↗Schneewetter · ↗Schneewiesel · ↗Schneewittchen · ↗Schneewolke · ↗Schneewurm · ↗Schneewüste · ↗Schneezaun · ↗schneearm · ↗schneebeladen · ↗schneeblind · ↗schneefrei · ↗schneeglatt · ↗schneenass · ↗schneereich · ↗schneesicher · ↗schneevermummt · ↗schneeweiß
 ·  mit ›Schnee‹ als Letztglied: ↗Altschnee · ↗Büßerschnee · ↗Eierschnee · ↗Eischnee · ↗Firnschnee · ↗Harschschnee · ↗Kartoffelschnee · ↗Märzenschnee · ↗Märzschnee · ↗Neuschnee · ↗Pappschnee · ↗Polarschnee · ↗Puderschnee · ↗Pulverschnee · ↗Rieselschnee · ↗Schlackerschnee · ↗Tiefschnee · ↗Wechselschnee
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
flockiger oder körniger fester Niederschlag aus Eiskristallen, der als dichte weiße Decke den Erdboden und alles, was darauf ist, verhüllt
Beispiele:
Schnee fällt in dichten weißen Flocken zu Boden
der Schnee stiebt, stöbert, weht, wirbelt zur Erde
der Wind treibt den Schnee vor sich her
die ganze Gegend ist von, mit Schnee bedeckt
in den Bergen ist viel Schnee gefallen
es hat in diesem Winter viel Schnee gegeben
der Wind hat den Schnee zu hohen Bergen, Wehen aufgetürmt
mit Schnee zugewehte Straßen
dicke Lagen Schnees lasten, liegen auf Ästen und Zweigen
gehoben der Schnee lag wie ein weißes Laken auf der Erde
der Himmel sieht nach Schnee aus
es liegt Schnee in der Luft (= die Witterung lässt Schneefall erwarten)
der Schnee bleibt liegen, schmilzt, taut, verharscht
der Schnee klebt, haftet an den Schuhen, knirscht bei jedem Schritt
die Oberfläche des Schnees blitzt, glänzt, glitzert in der Sonne
der Schnee leuchtet in der Nacht
der Schnee blendet uns die Augen
der Wind peitschte uns den Schnee ins Gesicht
sich [Dativ] den Schnee abklopfen, vom Mantel klopfen
Schnee fegen, kehren, räumen, schaufeln, schieben, schippen (= von Straßen und Wegen wegräumen)
jmdn., jmds. Gesicht, Arme, Beine mit Schnee einreiben, um Erfrierungen abzuwenden
durch dichten, dicken Schnee stapfen
durch den tiefen Schnee waten
die Kinder tummeln sich im weichen Schnee
bis zu den Knien, Hüften im lockeren Schnee versinken
bei jeder Wende des Skifahrers stäubte, stob der Schnee auf
flaumiger, flockiger, festgetretener, frisch gefallener, fußhoher, kniehoher, metertiefer Schnee
harter, pappiger, trockener, nasser, glitschiger, verkrusteter, verharschter, verschmutzter, eisiger, vereister, blendend weißer, grauer, verrußter Schnee
das Dorf, der Wald lag in tiefem Schnee
hoher Schnee bedeckte Felder und Wiesen
eine Decke unberührten Schnees lag über dem Land
alter Schnee (= seit langer Zeit liegender, firniger Schnee)
junger Schnee (= frisch gefallener Schnee)
Sport schneller Schnee (= rasche Fahrt und weite Sprünge mit den Skiern ermöglichender Schnee)
Sport langsamer, stumpfer Schnee (= die Skifahrer bremsender, hemmender Schnee)
das Gebiet, die Region, Zone ewigen (= nie schmelzenden) Schnees und Eises
die Wäsche war rein und weiß wie Schnee
sein Gesicht war weiß wie Schnee (= sehr blass)
die Blüten der Bäume leuchteten wie Schnee in der Sonne
ihr Zorn schmolz wie Schnee an der Sonne dahin
unser Geld, Vorrat ging dahin wie Schnee in der Sonne
Leise rieselt der Schnee [Weihnachtslied]
Ihre Sohlen knirschten hell im leicht überfrorenen Schnee [HesseNarziß5,131]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich Schnee (= flimmernde Punkte) auf dem Bildschirm
übertragen
Beispiel:
gehoben mit dem Schnee der Unschuld (= mit der Reinheit der Unschuld) [FedererPapst350]
2.
Eischnee
Beispiel:
Eiweiß zu Schnee schlagen
3.
salopp, verhüllend Rauschgift, besonders Heroin oder Kokain
Beispiele:
Schnee kaufen, schnupfen
mit Schnee handeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnee · schneien · Schneeball · Schneeflocke · Schneeglöckchen · Schneeschuh
Schnee m. ‘weißer, in Flocken herabfallender Niederschlag’, ahd. snēo, Genitiv snēwes (8. Jh.), mhd. mnd. snē, asächs. snēo, mnl. snee, nl. sneeuw, aengl. snāw, engl. snow, anord. snær, snjōr, schwed. snö, got. snaiws (germ. *snaigwa-) sind verwandt mit aslaw. sněgъ, russ. sneg (снег), lit. sniẽgas ‘Schnee’ und (schwundstufig sowie ohne anlautendes s-) griech. (Akkusativ Sing.) nípha (νίφα), lat. nix (Genitiv nivis), kymr. nyf ‘Schnee’. Alle Formen sind (ablautende) Abstraktbildungen zu ie. *sneigu̯h- ‘schneien, (sich) zusammenballen, zusammenkleben’, wozu auch schneien Vb. ‘als Schnee niederfallen’ gehört. Das überwiegend unpersönlich gebrauchte Verb zeigt starke Flexion in ahd. snīwan (11. Jh.), anord. snȳr ‘es schneit’ (zu einem Infinitiv *snīva), resthaft auch in mhd. (obd.) snīwen, snīen, doch gilt im Mhd. allgemein schwache Flexion wie in nhd. schneien und mnd. snī(g)en, aengl. snīwan. Außergerm. vergleichen sich aind. snihyati ‘ist feucht, klebrig’, awest. snaēža- ‘schneien’, griech. né͞iphei (νείφει) ‘es schneit’, lat. (Nasalpräsens) ninguere ‘schneien’, air. snigid ‘es tropft, regnet’, lit. snìgti ‘schneien’. Schneeball m. mhd. snēballe. Danach Name eines im Frühjahr mit ballrunden Blütendolden weiß blühenden Zierstrauchs (16. Jh.). Schneeflocke f. mhd. snēvlocke. Schneeglöckchen n. Name eines kleinen, im zeitigen Frühjahr oft schon im Schnee mit weißen Glöckchen blühenden Zwiebelgewächses (18. Jh.). Schneeschuh m. ‘Ski’ (Ende 17. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Heroin  ●  ↗Diacetylmorphin  fachspr. · ↗Diamorphin  fachspr. · Schnee  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Kokain  ●  C17H21NO4  fachspr. · ↗Coke  ugs. · C₁₇H₂₁NO₄  fachspr. · ↗Koks  ugs. · Nose Candy  ugs. · Schnee  ugs. · ↗Snow  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Schnee · ↗Schneedecke  ●  (das) Weiß  ugs. · weiße Pracht  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berg Eis Frost Gespür Glatteis Glätte Hagel Kälte Matsch Nebel Regen Schneeregen Ski Sonne Spur Sturm Wind Winter bedecken gefallen knirschen meterhoch nass rieseln schmelzen schmelzend stapfen tauen versinken weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnee‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei kann vorübergehend bis in tiefe Lagen Schnee dabei sein.
Die Zeit, 11.11.2013 (online)
Denn sie bewahrt nicht vor Schnee, kaum vor Regen, keinesfalls vor Staub.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 52
Sie kämpften gegen den Sturm, gegen den Schnee, gegen das Eis der Straße.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 361
Das gegrätschte Gehen macht müde, doch nicht so müd wie das immerwährende Hineinstolpern in den stellenweise hoch aufgewehten Schnee.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 251
Draußen war es stürmisch, aber kein neuer Schnee in der Luft.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 214
Zitationshilfe
„Schnee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schnee>, abgerufen am 24.07.2019.

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