Schnaps, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schnapses · Nominativ Plural: Schnäpse
Aussprache
Wortbildung mit ›Schnaps‹ als Erstglied: ↗Schnapsbon · ↗Schnapsbrenner · ↗Schnapsbrennerei · ↗Schnapsbruder · ↗Schnapsbuddel · ↗Schnapsbude · ↗Schnapsbudike · ↗Schnapsbudiker · ↗Schnapsdrossel · ↗Schnapsdunst · ↗Schnapsfabrik · ↗Schnapsfahne · ↗Schnapsflasche · ↗Schnapsglas · ↗Schnapsidee · ↗Schnapskruke · ↗Schnapsleiche · ↗Schnapsnase · ↗Schnapsnebel · ↗Schnapsnummer · ↗Schnapspulle · ↗Schnapssäufer · ↗Schnapstrinker · ↗Schnapsverbrauch · ↗Schnapszahl · ↗Schnäpschen
 ·  mit ›Schnaps‹ als Letztglied: ↗Anisschnaps · ↗Apfelkornschnaps · ↗Dirndlschnaps · ↗Fruchtschnaps · ↗Kartoffelschnaps · ↗Kirschschnaps · ↗Kornschnaps · ↗Kräuterschnaps · ↗Kümmelschnaps · ↗Magenschnaps · ↗Obstschnaps · ↗Pflaumenschnaps · ↗Reisschnaps · ↗Verdauungsschnaps · ↗Wacholderschnaps · ↗Zwetschenschnaps · ↗Zwetschgenschnaps · ↗Zwetschkenschnaps
 ·  mit ›Schnaps‹ als Grundform: ↗schnapsen
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich scharfes, alkoholisches Getränk, Trinkbranntwein
Beispiele:
eine Flasche Schnaps
er trinkt gern ein Gläschen Schnaps, hatte drei Schnäpse (= drei Glas) getrunken
nach Schnaps riechen
sprichwörtlich Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps (= Dienst und Vergnügen müssen streng getrennt werden)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnaps · schnapsen · schnäpseln
Schnaps m. ‘Branntwein’. Nd. Snapps ‘eine kleine Menge Branntwein’ (18. Jh., wohl älter), vgl. enen Snapps nemen ‘ein Gläschen Branntwein trinken’, ergibt nhd. Schnaps (2. Hälfte 18. Jh.). Der zu dem unter ↗schnappen (s. d.) behandelten Verb und zur Interjektion schnapp gehörende Ausdruck bezeichnet zunächst ‘einen Schluck, einen Mundvoll’, eigentlich die ‘Menge, die man auf einen Schnapp trinken kann’. Vgl. frühnhd. in einem schnaps ‘mit einer schnell zufassenden Bewegung, auf einmal’ (16. Jh.). schnapsen Vb. ‘Schnaps trinken’ (18. Jh.), nd. snappsen ‘einen Schluck Branntwein nehmen, einen Schnaps trinken’. schnäpseln Vb. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Branntwein · ↗Spirituose  ●  ↗Schabau  regional · Schnaps  Hauptform · Spirituosen  Plural · ↗Feuerwasser  ugs. · ↗Fusel  ugs., abwertend · Hochprozentiges  ugs. · ↗Sprit  ugs. · ↗Sterbehilfe  ugs., ironisch, abwertend · ↗Zielwasser  ugs.
Oberbegriffe
  • Teufel Alkohol · alkoholhaltiges Getränk  ●  ↗Alkoholika  Plural · alkoholisches Getränk  Hauptform · ↗Alk  ugs., salopp · ↗Alkohol  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bier Flasche Kaffee Likör Parfüm Schnaps Sekt Speck Tabak Wein Wurst Zigarette Zigarre ausschenken betäuben brennen destillieren einschenken ertränken gebrannt gepanscht gießen hochprozentig kippen riechen saufen selbstgebrannt stinken trinken zollfrei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnaps‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da trank ich vorher einen Schnaps, um drehen zu können.
Die Welt, 24.12.2003
Die Wirte gossen uns Schnäpse ein, für die wir nichts bezahlen mussten.
Der Tagesspiegel, 27.08.2001
Nach dem Essen ist es vielerorts Brauch, einen Schnaps zu offerieren.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4558
Er roch aus dem Munde nach Schnaps, und seine Augen glänzten etwas.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 1071
Ich trinke wohl gern einmal einen Schnaps, aber ich betrinke mich nicht.
Friedländer, Hugo: Ein »Ritualmord«-Prozeß. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 25776
Zitationshilfe
„Schnaps“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schnaps>, abgerufen am 24.10.2019.

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