Schnürboden, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchnür-bo-den
WortzerlegungschnürenBoden2
eWDG, 1976

Bedeutung

Theater Raum über der Bühne, in dem die Seile angebracht sind, an denen die Kulissen hinabgelassen und heraufgezogen werden
Beispiele:
ein Theater mit allem, was dazu gehört, mit Bühne, Schnürboden, Garderoben und Kulissen
der Schnürboden mit seinen vielen Drahtseilen, an denen die Dekorationen hängen
Die Götter kommen in beiden Stücken aus dem Schnürboden nieder und entschwinden auch dorthin [Weltbühne1957]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist übrigens sehr gesund, ich war gestern bis drei Uhr nachts mit ihm auf dem Schnürboden, er rennt herum wie ein junger Hase.
Süddeutsche Zeitung, 25.07.2002
In der Luft erscheint sie zu den ersten Takten, hoch droben unter dem Schnürboden.
Die Zeit, 17.06.1998, Nr. 26
In der nächsten Szene lässt er gar einen neongrün strahlenden Engel vom Schnürboden herab.
Der Tagesspiegel, 24.08.2002
Und aus dem Himmel des Schnürbodens ragt eine abgebrochene Riesenleiter herab.
Die Welt, 04.10.2000
Sie hatte eine Vision von Schnürböden, von eisernen Türen unter Notlampen, vom schrägen, glatten Abfall der Bühnenbretter vor ihren Füßen.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 112
Zitationshilfe
„Schnürboden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schnürboden>, abgerufen am 18.10.2019.

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