Schmudelei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungSchmu-de-lei
Wortzerlegungschmudeln-ei
EtymWB (Verweisartikel), 2018

Bedeutung

landschaftlich
Synonym zu Schmuddelei
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmud(d)eln · schmudern · schmudd(e)lig · Schmud(d)el · Schmud(d)elei
schmud(d)eln, schmudern Vb. ‘beschmutzen, (be)sudeln, unsauber arbeiten’ (17. Jh.), nd. smuddeln, smuddern ‘(sich) besudeln, fein regnen’, nl. smodderen ‘beschmutzen, beschmieren, besudeln’, Iterativa zu mhd. nd. smudden ‘beschmutzen, sudeln, beschmieren’. Die Verben sind wohl (als Varianten mit anlautendem s-, s. ↗Schmutz) zu der unter ↗Moder (s. d.) genannten Dentalerweiterung ie. *meut- der Wurzel ie. *meu-, *mū̌- ‘feucht, modrig, beschmutzen’ zu stellen. Von ihnen abgeleitet schmudd(e)lig Adj. nordd. md. ‘unsauber, unappetitlich’ (18. Jh.), nd. smuddelig ‘schmutzig, unrein(lich)’, nl. smoddig ‘faul, schmierig, schmutzig’, nd. smudderig, nl. smodderig. Schmud(d)el m. ‘Schmutz, Unsauberkeit’, auch (gegebenenfalls f.) ‘unsaubere Person’ (19. Jh.). Schmud(d)elei f. ‘Unsauberkeit, Unreinlichkeit, Sudelei’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„Schmudelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schmudelei>, abgerufen am 15.09.2019.

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