Schmetterling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schmetterlings · Nominativ Plural: Schmetterlinge
Aussprache
WorttrennungSchmet-ter-ling (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schmetterling‹ als Erstglied: ↗Schmetterlingsblüte · ↗Schmetterlingsblütler · ↗Schmetterlingsflügel · ↗Schmetterlingskescher · ↗Schmetterlingskunde · ↗Schmetterlingsnetz · ↗Schmetterlingssammlung · ↗Schmetterlingsschwimmen · ↗Schmetterlingsstil
 ·  mit ›Schmetterling‹ als Letztglied: ↗Nachtschmetterling
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
in sehr zahlreichen Arten vorkommendes, hochentwickeltes Insekt mit zwei verhältnismäßig großen, von (farbigen) Schuppen bedeckten Flügelpaaren und einem Saugrüssel, Falter
Beispiele:
ein bunter, gelber, weißer, schöner Schmetterling
ein Schmetterling gaukelt, flattert von Blüte zu Blüte
Schmetterlinge fangen, sammeln
umgangssprachlich, scherzhaft wie ein Schmetterling hin und her flattern, von einer Blume zur andren gaukeln (= viele Liebschaften haben)
übertragen
Beispiel:
abwertend er ist ein flatterhafter Schmetterling (= von unbeständigem Charakter, leichtlebig)
2.
ohne Artikel
Schwimmen
Beispiel:
sie stellte über 100 m Schmetterling einen neuen Rekord auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schmetterling · Schmetten
Schmetterling m. in vielen Arten vorkommendes Insekt mit zwei beschuppten, buntgemusterten Flügelpaaren, ‘Falter’. Um die Mitte des 18. Jhs. wird omd. Schmetterling (zuerst Schmetterlinck, Leipzig um 1500) in die nhd. Literatursprache aufgenommen. Der wohl aus *Schmettenling dissimilierte Name ist offensichtlich zu südostd. omd. Schmetten m. ‘Sahne, Rahm’ (s. ↗Sahne) gebildet, einer Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. tschech. smetana, und beruht auf dem Volksglauben, daß Hexen in Schmetterlingsgestalt fliegen, um Milch und Rahm zu stehlen; vgl. andere landschaftliche Bezeichnungen wie Buttervogel, Milch-, Molkendieb, -stehler sowie engl. butterfly.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Falter · Schmetterling
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauch Biene Blume Fliege Flügelschlag Freistil Heuschrecke Hummel Insekt Kokon Kolibri Käfer Larve Libell Libelle Motte Orchidee Raupe Spinne Taucherglocke Vogel aufgespießt aufspießen bunt exotisch farbenprächtig flattern flatternd handtellergroß tropisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schmetterling‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Derzeit legen die Schmetterlinge ihre Eier auf den Blättern ab.
Bild, 11.05.2004
Aber Schmetterlinge sehe ich nicht auf den fahrenden Zug aufspringen.
Der Tagesspiegel, 26.05.2000
Die Dinge liegen nicht viel anders als bei den Schmetterlingen.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 234
Die Seide verschwand wie ein gefangener Schmetterling unter seiner Hand.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 58
Nach 15 bis 20 Tagen (Juli) erscheint bereits der Schmetterling.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 1
Zitationshilfe
„Schmetterling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schmetterling>, abgerufen am 23.05.2019.

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