Schlafstelle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchlaf-stel-le
WortzerlegungschlafenStelle
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
bei jmdm., einer Familie gemietetes Bett zum Schlafen ohne sonstige Möglichkeit zum Aufenthalt
Beispiel:
[er] hatte immer nur eine Schlafstelle auf einem Kanapee in einer Wohnstube oder ein schmales Bett in einem Zimmer von Kindern oder eine Pritsche in einer Bodenkammer [E. ClaudiusGrüne Oliven82]
2.
Liegestatt
Beispiel:
die Anordnung der Schlafstellen im Kinderzimmer
3.
Schlafplatz
Beispiel:
Alle Schildkröten haben gelernt, den Weg zu ihrer Schlafstelle zu finden [Urania1966]

Thesaurus

Synonymgruppe
Schlafplatz · Schlafstelle
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Bett · ↗Bettstatt · ↗Bettstelle · ↗Lager · ↗Nachtlager · ↗Ruhelager · ↗Schlafplatz · ↗Schlafstatt · Schlafstelle  ●  ↗Nest  schweiz. · ↗Falle  ugs. · Furzkiste  derb · ↗Heia  ugs., Kindersprache · ↗Heiabett  ugs., Kindersprache · ↗Koje  ugs. · ↗Lagerstatt  geh. · Miefkoje  ugs. · Pofe  ugs., rheinisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • ruhen · ↗schlummern  ●  ↗schlafen  Hauptform · (sich) in Morpheus' Armen wiegen  geh. · Bubu machen  ugs., Kindersprache · an der Matratze horchen  ugs. · ↗dösen  ugs. · in Morpheus' Armen liegen  geh. · in Morpheus' Armen ruhen  geh. · ↗knacken  ugs. · ↗koksen  ugs. · ↗pennen  ugs., salopp · ↗pofen  ugs., salopp · ↗ratzen  ugs. · ↗schnarchen  ugs.
  • liegen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer ihn vergessen hat, muss schon mal auswärts eine Schlafstelle suchen.
Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000
Auch dort verfügt er über eine Schlafstelle mit dazugehörigem Schlüssel.
Die Zeit, 20.12.2006, Nr. 52
Die Leute verschwanden auf die geschickteste Art von ihren Schlafstellen.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 341
Die Schlafstelle war beim Meister; wir schliefen sieben Mann in einer geräumigen Bodenkammer.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22074
In diesem Lande der Öffentlichkeit wird die Wohnung vorwiegend als Schlafstelle angesehen.
Kerr, Alfred: Neuer Luxus, alte Not. In: ders., Mein Berlin, 2002 [28.10.1900], S. 79
Zitationshilfe
„Schlafstelle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schlafstelle>, abgerufen am 18.07.2019.

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