Schlüsselkind, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSchlüs-sel-kind
WortzerlegungSchlüsselKind
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich Kind einer berufstätigen Mutter, das nach dem Schulunterricht oder dem Kindergarten nicht betreut wird, sich selbst überlassen ist (und den Wohnungsschlüssel um den Hals trägt)
Beispiel:
Kinder, denen morgens von ihren Müttern, die zur Arbeit gehen, der Wohnungsschlüssel umgehängt wird ... Von den Fürsorgerinnen werden sie Schlüsselkinder genannt [Neue dt. Lit.1956]

Typische Verbindungen
computergeneriert

aufwachsen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlüsselkind‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ja, so war es, so geht die Geschichte von den allerersten Schlüsselkindern.
Süddeutsche Zeitung, 06.06.2003
Ich hätte das Wort »Schlüsselkind« im Dorf nötig gehabt und kannte es nicht.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 188
Schließlich will kaum einer sein Kind zwischen elf und zwei zum früh verwaisten Schlüsselkind verkommen lassen.
Die Welt, 14.10.2000
Die Erziehung wurde an Großeltern abgegeben, immer mehr Kinder lebten als »Schlüsselkinder«.
Die Zeit, 09.02.2006, Nr. 07
Hier glauben sie, dass Peggy "Ansprache" suchte, und es heißt, sie ist "ein Schlüsselkind".
Der Tagesspiegel, 20.05.2001
Zitationshilfe
„Schlüsselkind“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schlüsselkind>, abgerufen am 17.10.2019.

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