Schilderung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schilderung · Nominativ Plural: Schilderungen
Aussprache
WorttrennungSchil-de-rung
Wortzerlegungschildern-ung
Wortbildung mit ›Schilderung‹ als Letztglied: ↗Landschaftsschilderung
eWDG, 1974

Bedeutung

das Schildern
Beispiele:
eine lebendige, anschauliche, eindringliche, packende Schilderung
das Fernsehen brachte eine dramatische Schilderung der Mondlandung
das Buch enthält die abenteuerliche Schilderung einer Weltreise
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schildern · Schilderung
schildern Vb. ‘mit Worten darstellen, beschreiben’. Mnd. schilderen ‘malen’, mnl. scilderen ‘(be)malen’ (von Wappenschildern), nl. schilderen ‘(be)malen, färben, beschreiben’, abgeleitet von mnd. schilder ‘Schild-, Wappenmaler’, dann auch ‘Kunstmaler’, mnl. scilder, nl. schilder ‘(Kunst)maler’ (vgl. mhd. schiltære, schilter ‘Schildmacher, Wappenmaler, Maler’), gebildet zu dem unter ↗Schild und ↗Schild (s. d.) dargestellten Substantiv, bedeutet anfänglich ‘Schilde mit Symbolen, mit Wappen bemalen’. Das Verb wird im 17. Jh. ins Hd. aufgenommen und entwickelt im 18. Jh. die Bedeutung ‘mit Worten malen’, d. h. ‘darstellen, beschreiben’. Die alte Bedeutung ‘bemalen’ hält sich in speziellen technischen Verwendungen bis ins 19. Jh., vgl. Tapeten, Kattun, Masten schildern. Schilderung f. ‘Darstellung, Beschreibung’ (18. Jh.), älter ‘Gemälde, Zeichnung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschreibung · ↗Charakterisierung · ↗Darstellung · ↗Erklärung · ↗Erläuterung · Schilderung
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ereignis Erlebnis Grausamkeit Milieu Schlacht Tathergang Vorgang Werdegang anschaulich atmosphärisch ausführlich bewegend detailgenau detailliert detailreich eindringlich eindrucksvoll einfühlsam eingehend ergreifend lebendig lebhaft minutiös naturalistisch packend plastisch präzis realistisch schonungslos zutreffend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schilderung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei der Schilderung dieses Abstiegs entfaltet er sein ganzes Können.
Die Welt, 17.05.2003
Es ist eigentlich nichts anderes als die Schilderung eines Prozesses.
Der Tagesspiegel, 22.01.1998
Man begann, Schilderungen einer Handlung in die Texte aufzunehmen, auch wenn die Handlung selbst nicht gezeigt wurde.
Jander, Owen: Serenata. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 28623
Und dann war er unversehens bei der eifrigen Schilderung des Mädchens.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 785
In dieser knappen Schilderung ist die Entwicklung von Jahren zusammengefaßt.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25251
Zitationshilfe
„Schilderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schilderung>, abgerufen am 21.06.2019.

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