Schenk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schenken · Nominativ Plural: Schenken
Aussprache
Grundformschenken
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltet jmd., der etwas zu trinken, besonders Wein, einschenkt
Beispiel:
Er schenkte die Tassen voll, immer machte er den Schenken [Hesse3,593]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schenken · Schenk(e) · Mundschenk · Schenkung · Geschenk · Schenke · Schank
schenken Vb. ‘unentgeltlich geben, als Gabe überlassen, überreichen’, ahd. skenken ‘zu trinken geben, einschenken’ (9. Jh.), mhd. mnd. schenken ‘zu trinken geben, zum Verkauf ausschenken, geben, verleihen’, asächs. skenkian, aengl. scencan, mnl. scenken, nl. schenken, afries. skenka, skanka (germ. *skankjan) ist verwandt mit ↗Schenkel, ↗Schinken, ↗hinken (s. d.) und weiteren dort genannten Wörtern. Zugrunde liegt die Wurzel ie. *(s)keng- ‘hinken; schief, schräg’. Auszugehen ist von der Bedeutung ‘einschenken, zu trinken geben’ (nur so ahd., asächs., aengl.), eigentlich ‘das Gefäß schief halten’; der heute herrschende Sinn entwickelt sich erst im Spätmhd. Mnd. (bzw. Mnl.) aus ‘darreichen’. Schenk(e) m. ‘Getränke Einschenkender, Hofbeamter für Getränke und Versorgung, Schankwirt, Kellermeister’, anfrk. skankio (8. Jh.), ahd. skenko, frühnhd. bier-, wīnschenke; Mundschenk m. (16. Jh.). Schenkung f. ‘Stiftung’, mhd. schenkunge ‘Geschenk’ (14. Jh.), auch ‘das Stillen von Kindern’ (15. Jh.). Geschenk n. ‘unentgeltlich Dargebrachtes’, mhd. geschenke ‘das Eingeschenkte’, spätmhd. ‘Geschenk’. Schenke f. ‘Gasthaus, Wirtshaus’ (von Obersachsen und Thüringen aus sich verbreitend), spätmhd. schenk(e) ‘Gabe, Geschenk’ (bis ins 17. Jh.), ‘Schmaus bei bestimmten Feiern, wo die Gäste Geschenke bringen, Schenkmaß, Wirtshaus’. Schank m. ‘das Ausschenken, Verkauf von (alkoholischen) Getränken’, noch erhalten in Schankstube, Schankwirt, Ausschank, mhd. schanc ‘Gefäß, aus welchem eingeschenkt wird’, dann ‘Wirtshaus’, auch ‘Geschenk’; rückgebildet (15. Jh.) aus schenken ‘ein-, ausschenken, zu trinken geben’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beschenktwerden Bruder Denken Erbe Gemeinschaft Gemeinschaftsbank Leihe Offizier Vererben Widerstandsgruppe Widerstandskämpfer erschießen gesetzt hinrichten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schenk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schenk: An den Kosten dürfte eine zweite Wahl nicht scheitern.
Die Zeit, 30.05.2011, Nr. 22
Ja, Herr Schenk hätte auch ein paar Bilder von ihr gemacht, aber gratis.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 66
Ich habe allerdings Hugo Schenk zunächst ersucht, mir Arbeit zu verschaffen.
Friedländer, Hugo: Massenmörder Hugo Schenk und Genossen vor einem Wiener Ausnahmegerichtshof. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 3481
Siegt auch Sturm, sieht es für Schenk richtig düster aus.
Die Welt, 12.09.2003
Schenk trat an die Spitze der neuen Abteilung für Kirche und Unterricht im Justizministerium.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 2238
Zitationshilfe
„Schenk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schenk>, abgerufen am 17.06.2019.

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