Schembart, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungSchem-bart
Wortbildung mit ›Schembart‹ als Erstglied: ↗Schembartlaufen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schembart · Schönbart · Schönbartlaufen · Schönbartspiel
Schembart m. ‘Maske (mit Bart), Träger dieser Maske’, mhd. schem(e)bart, frühnhd. schemper (15. Jh.), danach in mancherlei Varianten wie schonpert, schömpart, scheinpart (16. Jh.), volksetymologisch umgedeutet zu Schönbart m. schöne part (15. Jh.), mnd. sconebart. Dazu auch schönpart für den ‘Maskenumzug der Nünberger Metzgerzunft’ (15. Jh.). Zuvor mit den schenebarten loufen (14. Jh.), daher Schönbartlaufen n. ‘Maskenumzug’ (18. Jh.) und Schönbartspiel n. ‘Maskenspiel’ (Goethe, 18. Jh.). Als Grundwort gilt ↗Bart (s. d.), die Herkunft des Bestimmungswortes ist dagegen ungewiß. Eine vermutete Herleitung von Schemen (‘Maskenbart’, mhd. schem(e) m. ‘Schatten(bild), verlarvte, maskierte Erscheinung’) ist wahrscheinlich.
Zitationshilfe
„Schembart“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schembart>, abgerufen am 17.06.2019.

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