Scheinblüte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchein-blü-te (computergeneriert)
Wortzerlegungschein-Blüte
eWDG, 1974

Bedeutung

scheinbarer Aufschwung, vermeintliche Blüte, besonders des Wirtschaftslebens
Beispiel:
Die sogenannten Gründerjahre brachten zunächst eine wirtschaftliche Hochkonjunktur mit einer finanziellen Scheinblüte [Urania1960]

Typische Verbindungen
computergeneriert

entlarven kurz verhelfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Scheinblüte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dies nährte eine Scheinblüte, die nur durch beschleunigte Inflation am Leben gehalten wurde.
Die Welt, 11.07.2003
Der Boom der späten achtziger Jahre verhalf ihr sogar zu einer unverhofften Scheinblüte.
Die Zeit, 05.03.1993, Nr. 10
Denn eine auf Verschwendungssucht gegründete Scheinblüte verträgt auf die Dauer kein Volk.
Völkischer Beobachter (Bayernausgabe), 04.03.1930
Von dieser Plattform aus gesehen macht die derzeitige Zunahme der literarischen Produktion den Eindruck einer Scheinblüte.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 198
Da die Deutschen für viele Waren in Papiergeld gute Preise zahlten, entwickelte sich eine Scheinblüte des Handels, der Spekulation und des Schiebertums.
Gitermann, Valentin: Die Russische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 6521
Zitationshilfe
„Scheinblüte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Scheinblüte>, abgerufen am 12.11.2019.

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