Schandmaul, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSchand-maul
WortzerlegungSchandeMaul
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
jmd., der ein unverschämtes Mundwerk hat, Lästermaul
Beispiele:
du bist ein (großes, richtiges, ausgesprochenes) Schandmaul
Nicht nur ein zersetzender Zyniker war der, sondern auch ein Schandmaul [BredelEnkel564]
2.
unverschämtes Mundwerk
Beispiele:
jmd. hat ein Schandmaul
Gegen ihr Schandmaul kam keiner auf [LöscherAlles Getrennte145]

Thesaurus

Synonymgruppe
Lästerer  ●  ↗Lästermaul  ugs. · ↗Lästerzunge  ugs. · Schandmaul  ugs. · ↗Stänkerer  ugs. · böse Zunge  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich hatte gedacht, er würde nachts um elf so richtig loslegen mit seinem Schandmaul.
Die Zeit, 25.12.1992, Nr. 53
Ein Sahnetorten-Attentat auf Ihr Schandmaul wäre aber auch zu belanglos.
Bild, 26.09.2001
Auf den Lauschangriff gegen die Schandmäuler wird sie verzichten müssen.
Süddeutsche Zeitung, 01.09.1995
Sie war, alles was recht ist, offenbar ein gefährliches Schandmaul, aber auch eine unbeirrbare Freundin.
Die Welt, 18.11.2000
Denn der Mann und auch die Frau haben ihre Pflicht getan, und vor ihrem Anstand und ihrer natürlichen Würde sind allmählich die Schandmäuler verstummt.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 07.03.1922
Zitationshilfe
„Schandmaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schandmaul>, abgerufen am 14.10.2019.

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